Nur noch drei Prozent der Weltbevölkerung leben in Ländern mit uneingeschränkten zivilgesellschaftlichen Freiheiten. Der neue Atlas der Zivilgesellschaft 2025 „Rechtsstaat unter Druck“ zeigt, wie weltweit die Räume für zivilgesellschaftliches Engagement schrumpfen – auch in Deutschland.
Christine Meissler von Brot für die Welt stellt den neuen Atlas in Greifswald vor. Als Mitautorin des Berichts zeigt sie anhand globaler Beispiele, wie zivilgesellschaftliche Akteure in anderen Teilen der Welt mit teils schwerwiegenden Hürden und Formen von Ausgrenzung umgehen. Dabei geht es auch um die Fragen: Was können wir voneinander lernen? Welche Handlungsspielräume gibt es trotz aller Widrigkeiten?
„Als Diakonie stehen wir für eine starke Zivilgesellschaft als Trägerin bürgerschaftlichen Engagements und als Motor demokratischer Entwicklungen. Wir schauen deshalb überall dort aufmerksam hin, wo zivilgesellschaftliche Aktivitäten behindert oder verleumdet werden“, sagt Landespastor Paul Philipps.
Die Veranstaltung beleuchtet Initiativen, die wegen ihres sozialen oder politischen Engagements ausgegrenzt und angefeindet werden. Sie schlägt eine Brücke zwischen globalen Entwicklungen und den hiesigen gesellschaftlichen Herausforderungen – und zeigt, dass der Einsatz für demokratische Teilhabe und Rechtsstaatlichkeit aktueller denn je ist.
Terrorismusvorwürfe, Zensur, Tötungen oder das Verschwindenlassen von Personen, Angriffe auf Rede- und Versammlungsfreiheit sowie auf unabhängige Justizsysteme – diese Ereignisse sind weltweit unübersehbar geworden. Auch hierzulande wird immer intensiver um die Rolle und den Schutz der Zivilgesellschaft gestritten.
Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit Brot für die Welt, der Entwicklungspolitischen Bildungsarbeit des Diakonischen Werks Mecklenburg-Vorpommern, dem Bildungsprojekt „verquer. Vielfältige Bildung in Vorpommern“, dem Eine-Welt-Promotor:innen-Programm Mecklenburg-Vorpommern sowie der STRAZE Greifswald.
Veranstaltungsdaten: Freitag, 7. November 2025, 20:00 Uhr STRAZE, Stralsunder Straße 10, Greifswald Eintritt frei – keine Anmeldung erforderlich
Hintergrund:
Brot für die Welt setzt sich als Werk der evangelischen Landes- und Freikirchen und ihrer Diakonie seit 1959 für globale Gerechtigkeit, Ernährungssicherheit, Klimagerechtigkeit und Menschenrechte ein. Gemeinsam mit 1.500 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in fast 90 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern.
Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Landesverband) ist mit über 16.500 hauptamtlichen und über 2.533 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in rund 1.000 gemeinnützigen Einrichtungen und Diensten einer der größten Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern. Das Betätigungsfeld reicht u. a. von der Kinder- und Jugendhilfe, der Familien- und Altenhilfe über vielfältige Beratungs- und Behandlungsangebote, der Gefährdetenhilfe und Behindertenhilfe bis hin zu den Freiwilligendiensten und der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist ein rechtlich selbstständiges Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).
