Entschieden gegen sexualisierte Gewalt

Kreuz Diakonie MV/canva

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. stellt sich entschieden gegen jede Form von sexualisierter Gewalt. Alle Menschen sollen in Einrichtungen der Diakonie Schutz, Begleitung, Unterstützung und Förderung erhalten.

"Es ist unser ausdrückliches Anliegen, in unseren Einrichtungen und Diensten alle Menschen wirkungsvoll vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Es entspricht unserem diakonischen Leitbild, respektvoll und achtsam miteinander umzugehen. Wir sehen unsere besondere Verantwortung darin, jeder Form sexualisierter Gewalt entgegenzutreten. Dazu setzen wir ein konkretes Schutzkonzept um. Hierin sind Risiken analysiert, es soll sensibilisieren und Übergriffe vorbeugen, es regelt aber auch Verfahren der Intervention bei Fällen sexualisierter Gewalt, gewährleistet eine sorgfältige und transparente Aufarbeitung und stellt dabei sicher, dass Betroffene Unterstützung bekommen."

Landespastor Paul Philipps

Prävention

Kirche und Diakonie haben konkrete Leitlinien zur Erarbeitung und Implementierung von Schutzkonzepten für Träger und Einrichtungen entwickelt. Basierend auf dem Präventionsgesetz der Nordkirche wurde ein System der Risikoanalyse, Prävention, Intervention und Aufarbeitung aufgebaut.

Zu einer wirkungsvollen Prävention gegen sexualisierte Gewalt gehören Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeitende kirchlich-diakonischer Dienste sowie die Förderung von Sensibilität und Aufmerksamkeit.

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat unter Beteiligung aller Mitarbeitenden ein Gewaltschutzkonzept entwickelt. Das Schutzkonzept wird regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und für die jeweiligen Arbeitsfelder konkretisiert.

Unsere Präventionsbeauftragte berät und begleitet die Mitglieder des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e.V. bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Schutzkonzepte.

Ansprechpartnerin: Evelyn Theil

praevention(at)diakonie-mv.de

Ansprechstelle

Wer Fragen oder Anliegen im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt hat, kann sich an die Ansprechstelle des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e.V. wenden.

ansprechstelle(at)diakonie-mv.de

Weitere Anlaufstellen (anonym und kostenlos)

Zentrale Anlaufstelle help

0800 – 5040 112
zentrale(at)anlaufstelle.help
Montag 16:30 - 17:30 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 10 - 12 Uhr

TelefonSeelsorge

0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222
24/24 an 365 Tagen im Jahr
online.telefonseelsorge.de (Chat)

Unabhängige Meldestelle (UNA) der Nordkirche

0800 – 0220099
Montag von 9 - 11 Uhr, Mittwoch von 15 - 17 Uhr
una(at)wendepunkt-ev.de

Wissenschaftliche Aufarbeitung

Im Herbst 2020 startete eine dreijährige unabhängige, wissenschaftliche Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche und der Diakonie. Die ForuM- Studie („Forschung zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und anderen Missbrauchsformen in der Evangelischen Kirche und Diakonie Deutschland“) wurde von der Evangelischen Kirche Deutschland initiiert und auf drei Jahre angelegt. Ein Forschungsverbund unter Beteiligung mehrere Universitäten und Institute arbeitet seitdem an den fünf Teilprojekten und einem verbindenden Metaprojekt. Ein Verbundbeirat bestehend aus externen Wissenschaftlern, Betroffenen von sexualisierter Gewalt und kirchlichen Beauftragten begleitet das Forschungsprojekt.

Ziel ist die Analyse von Strukturen und Bedingungen, die Gewalt, Grenzverletzungen und Machtmissbrauch begünstigen. Die Studie bietet eine neue systematische Grundlage für die institutionelle Aufarbeitung und trägt dazu bei, die Begleitung von betroffenen Menschen zu gestalten.

Kirche und Diakonie übernehmen Verantwortung für ihren Teil der Schuld – im Bewusstsein, dass das nicht immer in angemessener Weise erfolgt ist.

Informationen zur ForuM-Studie stehen unter www.forum-studie.de bereit.