MV: BLEIBT SOZIAL!
DW M-V
Als Diakonie benennen wir öffentlich genüber Politik und Gesellschaft die Ursachen von sozialer Not - um allen Menschen eine hoffnungsvolle Zukunft zu ermöglichen. Mit unseren Forderungen melden wir uns auch zur aktuellen Landespolitik zu Wort. Denn wenn an Kitas, Inklusion und Beratungsangeboten gespart wird, steht mehr auf dem Spiel als die Zahlen im Haushaltsbudget.
Eindrücke von der Demonstration am 15.10.
Oliver Borchert
Oliver Borchert
DW M-VGemeinsam mit der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege lädt das Diakonische Werk MV ein zu einer
zentralen Demonstration am 15. Oktober 2025 von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr in Schwerin.
Die Veranstaltung steht unter dem Titel:
„MV: Bleibt sozial! Für eine sichere Zukunft der sozialen Angebote in Mecklenburg-Vorpommern“.
Hintergrund der Protestkundgebung sind die geplanten Sparmaßnahmen der Landesregierung bei den Hilfen für Menschen mit Behinderung, bei den Kindertagesstätten und die seit Jahren nicht auskömmliche Finanzierung von zuwendungsfinanzierten Angeboten.
Weitere Informationen finden Sie hier in Kürze.
Lassen Sie uns gemeinsam ein starkes Zeichen setzen und eine Kurskorrektur der Landesregierung einfordern!
Als Veranstalter benötigen wir einen Überblick, mit wie vielen Teilnehmenden wir auf der Veranstaltung rechnen können und wie voraussichtlich die Anreise erfolgt.
Wenn Sie oder weitere Personen aus Ihrer Organisation planen, an der Kundgebung teilzunehmen, bitten wir umRückmeldung bis zum 06.10. über das folgende Online-Formular.
Warum wir am 15. Oktober demonstrieren gehen
Sparpläne bedrohen Kitas, Inklusion und Beratung
Das Land Mecklenburg-Vorpommern muss sparen. Das ist uns allen klar. Doch unser Land zukunftsfest machen, das geht nur, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten: Land, Landkreise, kreisfreie Städte und die Wohlfahrtsverbände. Zusammen nicht gegeneinander, denn Ein starker Sozialstaat stärkt den sozialen Frieden in unserem Land.
Die Landesregierung plant starke Kürzungen im sozialen Bereich – unter anderem bei Kitas, in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen und bei den sogenannten „freiwilligen Leistungen“: Das sind zum Beispiel Beratungsstellen, Begegnungsstätten, die Jugendsozialarbeit oder Hilfen für Menschen in Not.
Mit den geplanten Änderungen wird es weniger Kitas in Mecklenburg-Vorpommern geben. Denn das finanzielle Risiko für den Betrieb einer Kita – etwa für Miete, Strom oder Reinigung – müssen die Betreiber in Zukunft allein trage. Bislang tragen es die Gemeinden und die Betreiber gemeinsam. Erst vor kurzem wurde ein Landesrahmenvertrag für Kitas beschlossen, der bereits klare Regeln zur Kostendämpfung enthält. Die Wirksamkeit dieser neuen Regeln will die Landesregierung aber nicht abwarten.
Wir demonstrieren dafür, dass Kitas für alle Familien erreichbar bleiben!
Menschen mit Behinderung sollen nach Art ihrer Beeinträchtigung in Kategorien eingeteilt werden. Das verstößt gegen geltende Gesetze, etwa das Bundesteilhabegesetz und die UN-Behindertenrechtskonvention. Menschen mit Behinderung werden dann nicht mehr so unterstützt wie sie es persönlich brauchen. Die Landesregierung nimmt damit wichtige Fortschritte bei der Inklusion zurück.
Wir demonstrieren dafür, dass jeder Mensch mit Behinderung die individuelle Unterstützung bekommt, die er braucht!
Immer mehr Menschen brauchen immer öfter Beratung und Unterstützung im Alltag. Aber die Beratungsstellen bekommen seit Jahren nicht mehr Geld. Seit 2023 mussten mehr als 70 Beratungsstellen schließen oder ihr Angebot verringern. Viele Angebote helfen Menschen in Krisen, damit es ihnen nicht noch schlechter geht. Das ist in Geld nicht zu messen. Aber die Probleme verschwinden durch Kürzungen bei den Beratungen nicht einfach. Im Gegenteil! Früh zu helfen ist immer billiger, denn so spart man später viel höhere Ausgaben für stationäre Behandlungen, , Arbeitsmarkt und Sozialhilfe.
Wir demonstrieren dafür, dass Menschen in Not früh geholfen wird!
Appellbrief an die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig
Potts | DW M-VUnstrukturierte Kürzungen im sozialen Bereich gefährden den sozialen Frieden
Unter dieser Überschrift mahnt die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern die Landesregierung, die soziale Infrastruktur des Landes durch pauschale und kurzfristige Einsparungen zu gefährden. Dies schadet dem sozialen Frieden in Mecklenburg-Vorpommern. Eine rot-rote Landesregierung wird zudem insbesondere an einem funktionierenden Sozialsystem gemessen.
Appellbrief an die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern













