Soziale Infrastruktur darf keine Verhandlungsmasse werden

LIGA MV

Die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Mecklenburg-Vorpommern e.V. unterstreicht nach der Landtagswahl: Unser Engagement für eine Gesellschaft der Menschenwürde, Solidarität, Vielfalt und des sozialen Zusammenhalts bleibt unverhandelbar. „Wir stehen als Verbände der Freien Wohlfahrtspflege unverändert an der Seite aller Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die Hilfe benötigen – unabhängig von Wahlergebnissen, politischen Mehrheiten oder gesellschaftlichen Stimmungen. Wir stehen unverändert für ein Mecklenburg-Vorpommern, in dem alle Menschen mit Respekt und Würde behandelt werden“, sagt Henrike Regenstein, Vorsitzende der LIGA. Dafür brauche es eine starke soziale Kraft und politische Entscheidung, bei denen Menschlichkeit der Maßstab bleibe.

„Politik muss sich daran messen lassen, ob sie Menschen Sicherheit, Teilhabe und Perspektiven ermöglicht und die Voraussetzungen für ein gutes Zusammenleben in Mecklenburg-Vorpommern schafft. Wir benötigen Handlungsfähigkeit und Planungssicherheit in der sozialen Arbeit, damit M-V sozial bleibt“, erklärt Henrike Regenstein.

Die LIGA richtet den Blick auf die anstehende Regierungsbildung. Mecklenburg-Vorpommern steht vor großen gesellschaftlichen Veränderungen: Der demografische Wandel, soziale Ungleichheiten, Migration und Integration, Fachkräftemangel sowie zunehmende Fremdenfeindlichkeit stellen das Land vor Herausforderungen, die nahezu alle Lebensbereiche betreffen. „Die soziale Infrastruktur darf nicht zur Verhandlungsmasse werden. Wir setzen uns für eine Sozialpolitik ein, die die Probleme der Menschen in unserem Land löst und ihnen eine Perspektive gibt“, betont Henrike Regenstein.

Die LIGA wird den weiteren politischen Prozess fachlich begleiten und sich dort einbringen, wo Entscheidungen die Lebensverhältnisse der Menschen in M-V betreffen. In ihrem Impulspapier zur Landtagswahl hat die LIGA bereits vor der Landtagswahl zentrale Positionen formuliert. Sie appelliert an die möglichen Koalitionspartner diese Positionen zu berücksichtigen. Die Sozialverbände stehen hierzu für Gespräche mit zukünftigen Regierungspartnern bereit.

Die Freie Wohlfahrtspflege leiste tagtäglich mit mehr als 60.000 Mitarbeitenden einen unverzichtbaren Beitrag in nahezu allen Be-reichen der sozialen Daseinsvorsorge, darunter Kitas, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Beratungsstellen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Jugendhilfeträger sowie Angebote für Menschen in besonderen sozialen Notlagen. Menschen mit Migrationserfahrung, queere Menschen und Menschen mit Behinderung, um gleichwertige Lebensverhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen.

Pressekontakt:
Manja Potts
Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. Körnerstraße7
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E-Mail: potts@diakonie-mv.de


Die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege

In der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege haben sich die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie, der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Zentrale Wohlfahrtsstelle der Juden in Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen. Die LIGA nimmt zentrale Koordinierungsaufgaben wahr und steht     für Landesgremien und Institutionen als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung. Sie bündelt die Interessen und Bedarfe Betroffener und Hilfebedürftiger, um sie gegen-über Politik und Kostenträgern des Landes zu vertreten. Sie setzt sich für einheitliche Standards und eine hohe Qualität in Beratung, Förderung, Bildung und Pflege hilfebedürftiger Menschen ein. In ihren Einrichtungen und Organisationen arbeiten mehr als 61.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie werden von über 10.000 Ehrenamtlichen unterstützt.