Mehr Spenden für Brot für die Welt

Kleinbäuerin Claudine Hashazinyange (26) erntet Kräuter für das Mittagessen. Sie ist eine Teilnehmerin des Programmes von Ripple Effekt. Die Brot für die Welt-Partnerorganisation fördert unter anderem nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung, Ernährungssicherung, Armutsbekämpfung und Gleichstellung der Geschlechter.Kathrin Harms/Brot für die Welt

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr bundesweit deutlich mehr Spenden und Kollekten von Privatpersonen und Gemeinden erhalten. In der Region Mecklenburg-Vorpommern waren es 978.412,81 Euro und damit fast 70.000 Euro mehr als im Vorjahr. „Vielen Dank für die großzügige Unterstützung der Menschen, die unsere Hilfe dringend brauchen. In Zeiten der wirtschaftlichen Ungewissheit in unserem Land und weltweit ist diese Bereitschaft wichtiger denn je“, sagt Landespastor Paul Phillips. „Dass unsere Spenderinnen und Spender den Ärmsten die Hand reichen, gibt mir Hoffnung.“
Bundesweit spendeten die Menschen 4,6 Millionen Euro mehr als im Jahr 2023. Weil die Entwicklungsorganisation weniger Mittel aus dem „Bündnis Entwicklung hilft“ erhalten hat, ist das Spendenergebnis insgesamt jedoch leicht rückläufig. Das liegt insbesondere am verringerten Spendenaufkommen beim Bündnis in Bezug auf die Unterstützung der Ukraine. Deutschlandweit gingen bei Brot für die Welt im vergangenen Jahr 73,8 Millionen Euro Spenden und Kollekten ein (2023: 75,9 Mio. Euro).
 

Neben Spenden und Kollekten erhielt Brot für die Welt im vergangenen Jahr Mittel des Kirchlichen Entwicklungsdienstes und Drittmittel. Das sind vor allem Gelder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Insgesamt standen dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit 332,3 Millionen Euro zur Verfügung — rund 200.000 Euro mehr als im Vorjahr. Das ist unter anderem auf mehr Einnahmen aus Nachlässen zurückzuführen.
Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr weltweit 2.919 Projekte gefördert. Das Jahr stand unter dem Motto „Wandel säen“. Dieses Motto verdeutlicht die Notwendigkeit eines weltweiten Ernährungssystems, das an den Bedürfnissen aller Menschen ausgerichtet ist. Regionale Schwerpunkte waren Afrika und Asien. Von den 332,3 Millionen Euro Spendenaufkommen wurden 318,7 Millionen Euro ausgegeben. Insgesamt hat Brot für die Welt rund 91 Prozent der verwendeten Mittel für Entwicklungsprojekte ausgegeben. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden rund neun Prozent eingesetzt. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als niedrig. Das ist die beste zu vergebende Kategorie.