Die Hochwasser in Süddeutschland, Tschechien, Polen und in Spanien haben das Spendenergebnis der Diakonie Katastrophenhilfe (DKH) im Jahr 2024 maßgeblich beeinflusst. Für diesen Zweck kamen bundesweit 2,9 Millionen Euro zusammen. Das sind etwa zehn Prozent des gesamten Spendenaufkommens der DKH, welches rund 30 Millionen Euro betrug. „Die Zunahme von Naturkatastrophen vor unserer Haustür macht uns alle betroffen. Umso wichtiger ist es, in diesen Momenten eng an der Seite der Menschen zu stehen, die viel verloren haben und in Notsituationen
sind“, sagt Henrike Regenstein, Vorstand des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e.V. . „Ich bin sehr dankbar für die anhaltende Hilfsbereitschaft, auch in finanziell schwierigen Zeiten untereinander Menschlichkeit und Nächstenliebe spürbar zu machen.“
Insgesamt aber sind Spenden an die Diakonie Katastrophenhilfe für die weltweite Hilfe zurückgegangen. 210.842,81 Euro Spenden hat das Hilfswerk aus Mecklenburg-Vorpommern erhalten, rund 113.000 Euro weniger als im Vorjahr. Auch das bundesweite Spendenergebnis für die DKH war
im zweiten Jahr in Folge rückläufig. Laut heute vorgelegter Jahresbilanz für 2024 hat das Hilfswerk rund 19 Millionen Euro weniger Spenden erhalten als im Vorjahr. Insgesamt konnte die Diakonie Katastrophenhilfe 79,7 Millionen Euro für Hilfsprojekte mit 98 lokalen, nationalen und internationalen Partnerorganisationen in ihren Programmen einsetzen.
Der Ukrainekrieg war auch 2024 der bestimmende Grund für zweckgebundene Spenden, jedoch mit rückläufiger Tendenz. Für die humänitäre Hilfe der Zivilbevölkerung im bewaffneten Konflikt in Israel und Gaza spendeten die Menschen in Deutschland rund 2,1 Millionen Euro. Seit Beginn des Konflikts im April 2023 durchlebt der Sudan die aktuell größte humanitäre Katastrophe der Welt. Mehr als 25 Millionen Menschen hungern. Dank eingegangener Spenden konnte die Diakonie Katastrophenhilfe lokale Notfall-Komitees in dem afrikanischen Land unterstützen, die unter anderem Nahrungsmittel verteilen oder Gemeindeküchen betreiben. 1,5 Millionen Euro wurden bereitgestellt.
Auch die öffentlichen Mittel sind mit rund 26,5 Millionen Euro rückläufig. Ausnahme bildet das Auswärtige Amt, das die Mittel dank eines umfangreichen Hilfsprojekts in der Ukraine leicht erhöht hat. Es droht jedoch künftig ein drastischer Rückgang der Gelder, wenn die Halbierungspläne der Bundesregierung beim Etat für Humanitäre Hilfe umgesetzt werden. Die Diakonie Katastrophenhilfe fordert die Bundesregierung auf, den Etat wieder auf das Niveau von 2022 anzuheben – damals stellte Deutschland rund 3,1 Milliarden Euro für Humanitäre Hilfe bereit. Millionen Menschen weltweit könnten sonst den Zugang zu humanitärer Hilfe verlieren.
