Wechsel im Vorsitz der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern e. V.

04.01.2016 | Schwerin. Nach dem Deutschen Roten Kreuz hat die Diakonie turnusgemäß zum Jahresbeginn der Vorsitz in der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege übernommen. Der Vorsitzende der Mitgliederversammlung der LIGA, Diakoniepastor Martin Scriba, sieht als Schwerpunkt für die Arbeit der LIGA im Jahr 2016 die Verbesserung der Teilhabechancen für Bevölkerungsgruppen, die in Mecklenburg-Vorpommern auf Unterstützung angewiesen sind. "Für die Flüchtlinge, die in Mecklenburg-Vorpommern bleiben muss nach der Erstaufnahme im vergangenen Jahr das Jahr 2016 ein Jahr der Integration werden," sagt Martin Scriba.

Daneben gilt es die erreichten Standards der Sozialfürsorge in Mecklenburg-Vorpommern zu sichern und weiter zu entwickeln. Die LIGA hält in diesem Zusammenhang insbesondere für die Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe in Mecklenburg-Vorpommern eine Personalausstattung dringend für erforderlich, die nicht unter dem Bundesdurchschnitt liegt. "Hierfür erhoffen wir uns im Interesse der heranwachsenden Generation, der Pflege- und Hilfebedürftigen sowie zum Schutz der Mitarbeitenden vor Überlastung im kommenden Jahr ein spürbares ein Entgegenkommen der Landkreise", betont Landespastor Martin Scriba.

Konkret erwartet die LIGA bei der Weiterentwicklung und Anpassung der fachlichen Standards an die sich verändernde Altersstruktur der Bevölkerung eine fachlich deutlicher erkennbare Handschrift der Landesregierung, die auch für die Landkreise und kreisfreien Städte verbindlich ist. "Wir möchten, dass die Landespolitik nach den Wahlen am 4. September 2016 wieder deutlicher zu ihrer sozialen Verantwortung steht als bisher", so der Vorsitzende der LIGA.

In der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege haben sich die Arbeiterwohlfahrt, die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie, der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Zentrale Wohlfahrtsstelle der Juden in Mecklenburg- Vorpommern zusammengeschlossen. Die LIGA bündelt die Interessen und Bedarfe Betroffener und Hilfebedürftiger, um sie gegenüber Politik und Kostenträgern des Landes zu vertreten. Sie setzt sich für einheitliche Standards und eine hohe Qualität in Beratung, Betreuung, Förderung, Bildung und Pflege hilfebedürftiger Mensch ein.

ms 04.01.2016

 

 

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