Weihnachtsgruß von Diakoniepastor Martin Scriba: Die Schere zwischen Armen und Reichen darf nicht weiter auseinandergehen.

20.12.2013 | Schwerin. Diakoniepastor Martin Scriba dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Dienst im zurückliegenden Jahr. "Gerade die Feiertage, die traditionell im Familien- und Freundeskreis gefeiert werden, machen deutlich, dass in den sozialen Diensten unseres Landes rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr gearbeitet wird."

Fast alle Mitarbeitenden, die in ambulanten oder stationären Einrichtungen arbeiten, werden auch an einem der Feiertage für ihren Dienst am Menschen zur Verfügung stehen. Aber auch die Beraterinnen und Berater in den Beratungsstellen und am Telefon der Telefonseelsorge [Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222] arbeiten in dieser Zeit.

Dass es im zurückliegenden Jahr gelungen ist, gemeinsam mit den Krankenkassen eine tragfähige Vereinbarung für eine bessere Vergütung der Mitarbeitenden in der häuslichen Krankenpflege zu erreichen, wertet Martin Scriba als Erfolg. Es ist ein in Deutschland einmaliges Modell, dass ab Juli des kommenden Jahres prozentuale Steigerungen der Entgelte in der häuslichen Krankenpflege nur dann gezahlt werden, wenn auch die Gehälter der Mitarbeitenden in den verschiedenen Berufsgruppen vereinbarte Grenzen überschreiten. „Auf diesem Weg sollten wir weiter gehen“, führt Diakoniepastor Martin Scriba aus und fährt fort: „Wir haben in Deutschland ein Problem: es besteht darin, dass es uns in einem der wohlhabendsten Länder der Erde nicht gelingt, die immer weiter auseinandergehende Schere zwischen Armen und Reichen zu schließen.“ An dieser Schieflage etwas zu ändern, wird einer der Schwerpunkte der Arbeit der Diakonie in 2014 sein. "Die Weihnachtsgeschichte mit der Botschaft von der Christgeburt will alle Menschen erreichen. Sie verbindet uns zu einer Gemeinschaft, in der wir füreinander Verantwortung tragen. Damals waren es die Hirten und Könige, heute sind es Wohlhabende und Bedürftige“, mahnt Martin Scriba als Landespastor für Diakonie. Er wird Heilig Abend mit der Bewohner- und Mitarbeiterschaft im Rostocker 'Maria und Martha Haus' einer stationären Altenhilfeeinrichtung der Stadtmission, eine Christvesper feiern.

ms/ch 20.12.2013

 

 

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