Projekt Wichernsaal in Schwerin

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. wird den geschichtsträchtigen "Wichernsaal" in Schwerin renovieren. Einst Tagungsort der mecklenburgischen Synode wurde dieser Raum multifunktional genutzt. So hat die Mecklenburgische Staatskapelle im Saal geprobt ebenso wie die Chöre der umliegenden Kirchengemeinden. Auch für die Jugendarbeit hatte der Saal eine überregionale Bedeutung.

Für die Restaurierung, die Instandsetzung und den Umbau des Wichernsaals als stadtgeschichtlich bedeutsames Einzeldenkmal zur Bildungsstätte und zum Begegnungszentrum werden Fördermittel aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) in Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 2,1 Millionen EUR zur Verfügung gestellt. Den Fördermittelbescheid übergab Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung im Juli 2017 an den Oberbürgermeister der Stadt Schwerin Dr. Rico Badenschier. Bauherr ist das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Die Bauarbeiten beginnen am 8. Oktober 2018. „Wir freuen uns, dass wir nun nach einer Vorbereitungsphase mit den Restaurierungs- und Umbauarbeiten des geschichtsträchtigen Wichernsaals beginnen können. Bis Ende 2020 soll dieser Saal wieder vielfältig nutzbar sein“, sagt Henrike Regenstein, Vorstand der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern. Zunächst wird mit den Abbruch- und Rohbauarbeiten begonnen.

Nach der Sanierung sollen das Vorderhaus in der Apothekerstraße 48 und der Wichernsaal wieder in funktioneller Einheit als Bildungs- und Begegnungsstätte genutzt werden. Durch die behindertengerechte Erschließung des Gesamtquartiers will das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. einen verstärkten Beitrag zur Eröffnung von Teilhabemöglichkeiten für benachteiligte Bevölkerungsgruppen am gesellschaftlichen Leben leisten.

Der Wichernsaal wird nach Fertigstellung rund 200 Personen Platz bieten mit zusätzlich ca. 60 Plätzen auf der Empore. Vor die Fachwerkfassade wird aus statischen Gründen eine Glasfassade gesetzt, die Raum für eine Cafeteria bietet. Die Nutzung des Wichernsaals im Zusammenspiel mit den Arbeits- und Funktionsräumen des Vorderhauses ermöglicht dem Diakonischen BildungsZentrum Mecklenburg-Vorpommern gGmbH zeitgemäße Bedingungen für vielfältige Bildungsangebote und Fachtagungen.

Der Saal kann als Veranstaltungs- und Festsaal genutzt werden sowie als Probenraum für Chöre, Orchestergruppen und Jugendbands, als Raumangebot für Bewegungstherapien und Tanzkurse, für Selbsthilfegruppen sowie für Lesungen, Ausstellungen oder kulturelle Darbietungen. „Wir wollen einen einladenden Raum für Begegnungen und Bildungsangebote eröffnen, in dem Menschen mit unterschiedlichsten Lebensbiografien zusammenkommen“, erklärt Henrike Regenstein.

Das Gebäude in der Apothekerstraße 48 – Sitz des Diakonischen BildungsZentrums Mecklenburg-Vorpommern gGmbH – mit dem hofseitigen Saalanbau, dem Wichernsaal, wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert erbaut und hat sowohl stadtgeschichtlich für Schwerin als auch als Einzeldenkmal eine wichtige Bedeutung. Die zu jener Zeit sehr sparsam ausgeführte Konstruktion der Saalwände und des Dachtragwerkes mit seiner Ornamentik und Farbigkeit stellen den zu erhaltenden Denkmalwert des Gebäudes dar.

Weitere Informationen sind in der folgenden PDF-Broschüre zusammengestellt:

Projekt Wichernsaal (PDF-Datei 4 MB)

ch 21.09.2017 | kl 04.10.2018

 

 

 

Pressemeldungen

Kürzungen in der Beratung: Gefahr, dass Beratungsstellen geschlossen werden


Schwerin | 17.03.2021. Mit Sorge blicken die Wohlfahrtsverbände auf die weitere Umsetzung des zweiten Teils des Wohlfahrtsfinanzierungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommerns zum 1. Januar 2022 in den Kommunen. "Hochgradig bedenklich und besorgniserregend für alle Rat- und Hilfesuchenden im Land", nennt Steffen Feldmann, amtierender Vorsitzender der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern die Erfahrungen aus dem dreijährigen Modellvorhaben 'Neustrukturierung der Beratungslandschaft im Landkreis Vorpommern-Greifswald' für die Jahre 2018 bis 2020. Das Modellvorhaben des Landes Mecklenburg-Vorpommern wollte die Beratungsangebote der Menschen im Landkreis Vorpommern-Greifswald effektiver aufeinander abstimmen und soziale Hilfsangebote für Bürgerinnen und Bürger verbessern. "Herausgekommen sind finanzielle Kürzungen von Landesmitteln im Landkreis und der Abbau eines Viertels der sozialen Beratungsangebote, der Suchtberatung, Behindertenberatung, Schuldnerberatung, sowie Allgemeinen Sozialen Beratung und Ehe- und Lebensberatung", resümiert Steffen Feldmann. [mehr]

Pastor Ekkehard Maase ist neuer Theologischer Direktor der Evangelischen Stiftung Michaelshof


Rostock, 15. März 2021.Pastor Ekkehard Maase hat am 15. März 2021 seinen Dienst als Theologischer Direktor der Evangelischen Stiftung Michaelshof in Rostock begonnen. Der 56-Jährige folgt auf Pastor Jens-Uwe Goeritz, der im Dezember 2020 seinen Dienst im Michaelshof beendete und jetzt als Gemeindepastor in Mecklenburg arbeitet. Maase ist gebürtiger Kieler und war von 2013 an Gemeindepastor in Dassow (Kreis Nordwestmecklenburg). Eingesegnet in sein neues Amt wird er durch Diakonie-Landespastor Paul Philipps am 26. März in der Kapelle der Stiftung – coronabedingt im kleinen Kreis.  [mehr]

Rekord-Spendensumme für Corona-Hilfen von Caritas und Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern


Schwerin | 17. März 2021. Aus der NDR-Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland: Corona-Hilfe – gemeinsam für den Norden“ kommt den Corona-Hilfsprojekten des Diakonischen Werkes und der Caritasverbände in Mecklenburg-Vorpommern ein Spendenanteil in Höhe von 871.843,71 Euro zu Gute.
Insgesamt waren bis Ende Januar 6.439.301,17 Euro auf das NDR-Spendenkonto eingegangen und nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel auf die vier Bundesländer im Sendegebiet des NDR verteilt worden. Am 16. März 2021 entschied eine Jury aus Vertreter*innen von Caritas, Diakonie, Kirche und Gesellschaft sowie dem NDR gemeinsam über die Verwendung der Spendengelder. Insbesondere stand im Fokus, dass mit den Projekten konkret auf die Pandemie-Situation reagiert wird, sie keine andere Finanzierungsquelle haben und möglichst nachhaltig sind. [mehr]

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