Offener Brief: Bischof Tilman Jeremias und Landespastor Paul Philipps besorgt um Menschen in den Flüchtlingslagern

01.04.2020 | Schwerin. In dieser Zeit der extremen Veränderungen des Lebens, der Sorgen und Ängste und zugleich der großen Solidarität und Hilfsbereitschaft untereinander richten sich der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern Tilman Jeremias und Landespastor für Diakonie Paul Philipps in einem offenen Brief an die Kirchengemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, um für das Leid der Menschen im globalen Süden zu sensibilisieren.

„Seit Beginn der Corona-Krise sind wir stark fixiert auf die großen Herausforderungen in unserem eigenen Umfeld in der völlig ungeübten Situation. Wie leicht vergessen wir dabei diejenigen, die sich dieser weltweiten Bedrohung unter ungleich dramatischeren Bedingungen stellen müssen! Daher ist es unsere Aufgabe als Christinnen und Christen der reichen Nordhalbkugel, gerade auch jetzt bedrängte Menschen wie Geflüchtete nicht aus den Augen zu verlieren“, sagt Bischof Tilman Jeremias.

Zwar hat die Corona-Pandemie ihren Schwerpunkt aktuell in Amerika und Europa. Doch ändert sich dies von Tag zu Tag. Martin Kessler, Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe, sagt dazu: „Gerade jetzt müssen wir an die Menschen in anderen Teilen der Welt denken, die schon vor dem Ausbruch von Corona in großer Not waren.“ Im Fokus der Diakonie Katastrophenhilfe stehen aktuell die Bedingungen in den Flüchtlingslagern. „Die Situation von vielen Millionen Flüchtlingen wird sich durch die Pandemie weiter zuspitzen. Die Camps, etwa in Idlib oder auf Lesbos, sind völlig überfüllt, es gibt dort weder ausreichend sauberes Wasser noch eine nennenswerte Gesundheitsversorgung. Die Menschen können aufgrund der Enge schlicht keine zwei Meter Abstand halten und sich regelmäßig die Hände waschen“, so Kessler.

Diakonie und Kirche in Mecklenburg-Vorpommern beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge und so rufen Bischof Jeremias und Landespastor Philipps die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern in ihrem Schreiben auf: „Begleiten Sie das Engagement der Hilfskräfte vor Ort mit Ihren Gebeten und unterstützen Sie die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe mit einer Spende.“

Spendenkonto:

Diakonie Katastrophenhilfe: Evangelische Bank

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02 | BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Corona-Hilfe weltweit

https://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/projekte/corona-virus

Link: Offener Brief von Bischof Tilman Jeremias und Landespastor Paul Philipps

 

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Landesverband) ist mit über 15.500 hauptamtlichen und über 2.200 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in rund 1.000 gemeinnützigen Einrichtungen und Diensten einer der größten Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern. Das Betätigungsfeld reicht u. a. von der Kinder- und Jugendhilfe, der Familien- und Altenhilfe über vielfältige Beratungs- und Behandlungsangebote, der Gefährdetenhilfe und Behindertenhilfe bis hin zu den Freiwilligendiensten und der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist ein rechtlich selbstständiges Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

 

 

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