Neue Wege für eine grundlegende Pflegereform

24.09.2019 | Berlin. Die Diakonie Deutschland stellte im Rahmen eines Parlamentarischen Abends ihr Konzept zum Ausbau der Pflegeversicherung und einer Modernisierung ihres Leistungsversprechens vor. Im Mittelpunkt stehen die Idee einer Pflegevollversicherung mit begrenzter Eigenbeteiligung, eine bedarfsdeckende Leistungen der Pflegeversicherung und die Entlastung von Angehörigen durch ein servicebasiertes System in der häuslichen
Pflege.

Dazu sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland: "Die Pflegeversicherung ist nicht mehr wegzudenken aus dem System der sozialen Sicherung in Deutschland. Allerdings wird seit Jahren deutlich, dass sie nicht mehr zeitgemäß ist und dringend weiterentwickelt werden muss. Die Leistungen
sind nicht an die steigenden Lebenshaltungskosten und veränderte demographische Verhältnisse angepasst worden.

Die Kosten für Qualitätsverbesserungen, die Erhöhung des Personalschlüssels, Vergütungssteigerungen werden regelmäßig den Versicherten aufgebürdet. Die wachsenden Eigenbeteiligungen in der stationären Pflege führen zu einer hohen finanziellen Belastung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen.

Die Sorge älterer Menschen wächst, im Pflegefall die Kosten nicht tragen zu können und auf Sozialhilfe angewiesen zu sein. So lange es geht, vermeidet man den Einzug ins Pflegeheim.

Wir wollen nicht, dass Pflegebedürftige aus finanziellen Gründen schlecht versorgt sind und pflegende Angehörige unter der Pflegelast selbst zum Pflegefall werden. Deshalb schlagen wir ein flexibles Serviceangebot vor, das die pflegenden Angehörigen entlastet und unterstützt."
 
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.diakonie.de/diakonie-texte/062019-konzept-fuer-eine-grundlegende-
pflegereform/
 
Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Stephan Röger, stellv. Pressesprecher

Pressestelle, Zentrum Kommunikation
T +49 30 65211-1780
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