Mecklenburger Synode spricht Dank an Diakoniepastor Martin Scriba aus

21.04.2017 | Güstrow. Die Mecklenburger Synode verabschiedete Landespastor Martin Scriba nachdem er zum letzten Mal den Bericht des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. vor dem Gremium gehalten hatte. Als Diakoniepastor geht Martin Scriba im Sommer in den Ruhestand.

Bischof Dr. Andreas von Maltzahn sprach dem Theologen einen herzlichen Dank für seinen Dienst als Gemeindepastor, Regierungsbeauftragter und dann als Landespastor in der Diakonie aus und wünschte ihm Gottes Segen. Pastor Scriba habe dem Anliegen der Kirche, der Diakonie und der Wohlfahrtspflege in der öffentlichen Wahrnehmung in Mecklenburg-Vorpommern eine Stimme gegeben sowie die Nähe von Kirche und Diakonie engagiert gestärkt. „Und ich habe gespürt, dass der Einsatz für die Schwachen für Sie immer eine Herzensangelegenheit war“, so der Schweriner Bischof. Präses Christoph de Boor bedankte sich bei Martin Scriba im Namen der Synodalen für „die kontinuierliche Information der Synodalen über Entwicklungen und Herausforderungen im diakonischen und sozialen Bereich des Landes“.

Landespastor Scriba zog mit dem Bericht der Diakonie vor der Synode dennoch keine Bilanz der vergangenen acht Jahre, sondern konzentrierte sich auf das Jahr 2016 und die Arbeitsschwerpunkte. Dazu gehörte die Arbeit mit Geflüchteten. Hier sind Diakonische Träger sehr aktiv. So begleiten und betreuen die Mitarbeitenden der Diakonie z. B. dezentral untergebrachte Asylsuchende und das Klinikum Neubrandenburg engagiert sich besonders bei der medizinischen Betreuung. „Aber auch für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge, für die psychologische Betreuung von Flüchtlingen und für die Asylverfahrens-Beratung haben wir besondere Angebote geschaffen“, so Martin Scriba.

Ein weiter Schwerpunkt der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern sind soziale Angebote im ländlichen Raum. „Ohne die freie Wohlfahrtpflege kann der Staat seine sozialen Verpflichtungen nicht erfüllen“, unterstrich der Diakoniepastor. Allerdings erfülle die praktische finanzielle Förderung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern nicht den sozialen Anspruch, der in der Landesverfassung festgelegt sei.

Vor diesem Hintergrund bedankte sich Landespastor Martin Scriba bei den Synodalen des Kirchenkreises Mecklenburg für ihre finanzielle Unterstützung. Denn bereits im fünften Jahr in Folge stellt der Kirchenkreis Mecklenburg insgesamt 200.000 Euro für freiwillige Beratungsdienste des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Unterstützt werden damit u. a. die Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie die Allgemeine Soziale Beratung. Zum zweiten Mal wurden auch 155.000 Euro für die diakonische Flüchtlingsarbeit zur Verfügung gestellt. „Nur mit diesem kirchlichen Geld können wir wichtige Hilfsangebote für Menschen in Notlagen vorhalten“, unterstrich Martin Scriba.

ch/cme 21.04.2017

 

 

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