Kritik am Ausschluss freier Schulträger bei Finanzierung der Inklusionsstrategie

13.12.2016 | Schwerin. Kritik üben das Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V., die Schulstiftung der Nordkirche und der Beauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland beim Landtag und der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern am Ausschluss freier Schulträger bei Finanzierung der Inklusionsstrategie.

Schulen in freier Trägerschaft wirken bei der Umsetzung der Inklusion in Mecklenburg-Vorpommern mit, aber sie werden von staatlichen Fördermöglichkeiten ausgeschlossen. Anlässlich der Befassung im Begleitausschuss für die EU-Fonds am 07. Dezember 2016 üben die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), das Diakonische Werk in Mecklenburg-Vorpommern und die Schulstiftung der Nordkirche Kritik an diesem Vorgehen der Landesregierung.

Absicht des Landes ist es, aus dem Europäischen Sozialfonds insgesamt 9 Millionen Euro für die Lehrerfortbildung im Bereich der Inklusion bereit zu stellen. Für Schulen in freier Trägerschaft besteht allerdings keine Möglichkeit, daran zu partizipieren. Aus der Sicht von Kirche und Diakonie verfehlt dies die im Schulgesetz von Mecklenburg-Vorpommern erklärte Zuständigkeit des Landes für alle Schülerinnen und Schüler und beachtet nicht hinreichend die Vorgabe der EU-Bestimmungen. Heben diese doch gerade das Anliegen hervor, Benachteiligungen zu überwinden und alle Bevölkerungsgruppen in gleicher Weise einzubeziehen.

ms/hr/ch/cm 13.12.2016

 

 

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