Jubiläum in Kloster Dobbertin - 25 Jahre Einsatz für Menschen mit Behinderungen

02.10.2015 | Dobbertin. Am 2. Oktober feierte das Diakoniewerk Kloster Dobbertin sein 25-jähriges Bestehen. Den Festgottesdienst in der Klosterkirche zu Dobbertin haben Landesbischof Ulrich und Martin Scriba, Landespastor des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern, gemeinsam gestaltet. Zahlreiche Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gemeindeglieder nahmen daran teil. Zu den Gästen zählte auch Erwin Sellering, Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Das Diakoniewerk Kloster Dobbertin steht mit seinen „lebendigen Strukturen der Nächstenliebe“ seit 1991 inzwischen mitten in der Gesellschaft, so Landesbischof Gerhard Ulrich: „Gleichzeitig haben Sie die vielen denkmalgeschützten Gebäude dieser Anlage nach und nach restauriert. Dem Land Mecklenburg-Vorpommern sind wir als Nordkirche sehr dankbar für die aufwendige Außensanierung dieses wunderschönen Gotteshauses.“

Geschäftsführer Hans Hopkes blickte nach dem Gottesdienst in seiner Festrede auf ein Vierteljahrhundert Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH: „Das Schöne ist, dass wir in den zurückliegenden zweieinhalb Jahrzehnten die Klosteranlage sanieren konnten und so als größter Anbieter sozialer Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern moderne Wohn- und Lebensbedingungen anbieten können. Ich freue mich besonders, dass dabei der Ursprungscharakter des Klosters erhalten geblieben ist.“

Auf die Besonderheit, dass zwei Verantwortungsträger in Dobbertin ihre Aufgabe sehr ernst nehmen, wies Diakoniepastor Martin Scriba hin. "Ich freue mich, dass es einerseits der Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH in 25-jähriger Aufbauarbeit gelungen ist, die Umgebung der Klosterkirche zu einer diakonischen Einrichtung umzugestalten, in der Menschen mit Behinderungen ein lebenswertes Zuhause finden. Andererseits wurde dies nur möglich durch die groß Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern als zweiten Verantwortungsträger.“

Als Vertreter des Landes Mecklenburg-Vorpommern gratulierte Ministerpräsident Erwin Sellering im Namen der Landesregierung: „Ich danke den vielen Beteiligten, die bei der Sanierung dieser Anlage vorbildlich zusammengearbeitet haben. Dazu gehören das Diakoniewerk, der Förderverein und die Gemeinde, Architekten, Bauleute und Denkmalpfleger. Ich freue mich, dass wir als Landesregierung für dieses breite Engagement die finanzielle Grundlage schaffen konnten – vier Ministerien waren beteiligt, mit insgesamt rund 30 Millionen Euro." Ein besonder Dank des Ministerpräsidenten ging an Geschäftsführer Hans Hopkes für seinen unermüdlichen Einsatz über diesen langen Zeitraum.

"Wie gut unser Zusammenleben, wie stark unsere Gemeinschaft ist, bemisst sich auch daran, wie wir mit ihren schwächsten Mitgliedern umgehen, ganz besonders mit denjenigen, die eine körperliche oder geistige Behinderung haben," betonte der Ministerpräsident. "Das Diakoniewerk hat in den letzten 25 Jahren großartige Arbeit geleistet. Ich danke für die liebevolle Pflege, den großen Einsatz und die helfende Hand, die Sie den Menschen geben, die Ihnen anvertraut sind. Mit dem, was Sie tun, machen Sie unser Land ein Stück menschlicher und wärmer.“

Hintergrund:
Die Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH beschäftigt derzeit mehr als 1300 Mitarbeitende in 60 Einrichtungen und bietet Wohn- und Lebensraum für 280 Menschen mit Behinderungen. Die Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH verfügt über Einrichtungen und Angebote in den Bereichen Assistenz für Menschen mit geistiger Behinderung, Arbeits- und Berufsbildungsangebote/Werkstätten für behinderte Menschen, Hilfen für Menschen mit wesentlicher psychischer Erkrankung, Hilfen für alte Menschen, Bildung und Förderung, Hilfen für Kinder und Jugendliche, Beratungsangebote für Familien sowie Hilfen für Menschen mit Suchterkrankungen und Gefährdetenhilfe.

Historie:
Das Kloster Dobbertin ist mit seinen 23 denkmalgeschützten Gebäuden die größte Klosteranlage des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Um das Jahr 1220 wurde das Kloster von Benediktinermönchen gegründet und fast 350 Jahre als Nonnenkloster genutzt. Im Zuge der Reformation folgten rund 400 Jahre als adliges Damenstift, bevor es ab 1947 als Altersheim und Nervenklinik genutzt wurde. Zum 1. Juli 1991 übernahm das Diakoniewerk die Trägerschaft für den Gesamtbereich Kloster Dobbertin von der damaligen Bezirksnervenklinik Schwerin. Gesellschafter des Diakoniewerks Kloster Dobbertin sind das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. Schwerin, die Vorwerker Diakonie e.V. in Lübeck sowie der Kirchenkreis Mecklenburg.

ch/sd 02.10.2015 | 05.10.2015

 

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