Jubiläum der Psychologischen Beratungsstellen der Diakonie – Seit 25 Jahren den Menschen nahe

08.07.2016 | Rostock. Heute feiern die Beraterinnen und Berater der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen ihr 25-jähriges Jubiläum in Rostock.

 

Seit 25 Jahren gibt es in Mecklenburg-Vorpommern diese Beratungsdienste in evangelischer Trägerschaft. „Wir sind dankbar, dass wir mit so vielen engagierten Mitarbeitenden dazu beitragen konnten, dass Kinder, Eltern, Paare und andere Ratsuchende neue Wege in ihrem Leben entdecken und gehen konnten“, sagte Klaus Schmidt, Fachbereichsleiter Beratungsdienste im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern beim Festakt in Rostock.

Die Beratungslandschaft hat sich dabei in den letzten 25 Jahren hoch spezialisiert. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern finden inzwischen ein flächendeckendes Netz an Beratungsstellen vor. „ In Zukunft wird es darum gehen, nach Strukturen zu suchen, die diese Vielfalt der Beratungsangebote in einem gut verteilten Netz auch für die Menschen in den ländlichen Regionen unseres Landes erreichbar halten", sagt Diakoniepastor Martin Scriba. Die Diakonie setzt sich daher bei den Landkreisen und den kreisfreien Städten sowie bei der Landeregierung dafür ein, dass die gewohnt gute und professionelle Beratungsqualität auskömmlich finanziert wird. „Trotz aller Bemühungen des Landes die Beratungslandschaft neu zu strukturieren werden die Beratungsstellen seit 25 Jahren weiterhin im Rahmen jährlicher Projektfinanzierung unzureichend unterstützt", so Diakoniepastor Martin Scriba.

Der Schweriner Bischof Dr. Andreas von Maltzahn überbrachte in einem geistlichen Wort die Grüße der Landeskirche: „Ich danke allen, die Teil haben an dieser Beratungsarbeit und der Begleitung derer, die unsere Nächsten sind! Sie, die Sie diesen Dienst tun, leben damit ein Stück der Kirche für andere und mit anderen. Und damit gestalten und sind Sie Kirche!“ Der Bischof wünschte Gottes Segen für die Beratungsarbeit und mahnte ebenfalls eine bessere finanzielle Ausstattung für die Beratungsarbeit an. "Wir als Kirche haben in den letzten Jahren unsere Aufwendungen erhöht, damit dieser unverzichtbare Dienst getan werden kann", so der Bischof.

Den ganzen Tag über beschäftigen sich die 50 Beraterinnen und Berater der Diakonie noch mit dem Thema „Verschwiegen – aber nicht verborgen. Zur Bedeutung psychologischer Beratung in kirchlich-diakonischer Trägerschaft“.

Hintergrund
Die integrierten Psychologischen Beratungsstellen der Diakonie leisten seit fünfundzwanzig Jahren oft im Verborgenen wichtige familienorientierte Beratungsarbeit. Sie sind so etwas wie der "psychosoziale Hausarzt", bieten Beratung in allen Lebenslagen. Sie beraten Kinder, Jugendliche und Erwachsene besonders in Schwellensituationen des Lebens: in der vorfamiliären Phase (u. a. bei Kinderwunsch), in der intensiven Phase mit Kleinkindern, in herausfordernden Phasen mit größeren Kindern (u. a. Pubertät), in der nach-familiären Partnerphase ohne Kinder, zunehmend in der Altersphase, aber auch bei Trennungen und Scheidungen, nach Tod, Verlust und Abschied von Familienangehörigen, nach Krankheit und anderen Zwischenfällen des Lebens. Die diakonischen Beratungsstellen bieten einen Schutzraum, fachliche Begleitung und Beratung in schwierigen Zeiten, um komplexe Lebenslagen „zu sortieren“ und zu klären.

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ch 08.07.2016

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