In den diakonischen Kindertagesstätten wird nicht gestreikt

08.05.2015 | Schwerin. Angesichts der erwarteten Streiks in den kommunalen Kindertagesstätten weist der Landesverband der Diakonie daraufhin, dass in den kirchlich-diakonischen Kindertagesstätten Mecklenburg-Vorpommerns nicht gestreikt wird.

Wie Diakoniepastor Martin Scriba erläutert, liegt das an der besonderen Weise, in der das Arbeitsrecht von Kirche und Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern gestaltet wird. Dienstnehmer und Dienstgeber einigen sich in einer paritätisch besetzten Kommission auf Arbeitsvertragsrichtlinien und handeln dabei auch die Löhne und Gehälter aus. Bei Bedarf wird ein Schlichter angerufen.

"Ich bin froh, dass unser Tarif auf diese Weise zustande kommt und Diskussionen um seine Ausgestaltung nicht durch Streiks auf dem Rücken der Eltern und Kinder ausgetragen werden müssen. Dieser sogenannte 'Dritte Weg' ist eine moderne und zeitgemäße Form im Miteinander von Dienstnehmern und Dienstgebern", sagt Diakoniepastor Martin Scriba.

Die Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. sind unter www.diakonie-mv.de veröffentlicht. In der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist die Dienstgeber- und die Dienstnehmerseite mit jeweils sechs Personen vertreten. Bis auf wenige historisch begründete Ausnahmen findet das kirchlich-diakonische Tarifrecht für ca. 90 Prozent der 12.500 Mitarbeitenden der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern Anwendung. Die Diakonie betreibt im Land 106 Kindertagesstätten und beschäftigt in diesem Bereich 1.120 Mitarbeitende.

 

ch/ms 08.05.2015

 


nach oben