Hospizarbeit in Bewegung

17.06.2017 | Teterow. Hospizarbeit in Bewegung hieß es beim Ökumenischen Hospiztag am 17. Juni in Teterow. „Sterben macht Mühe- auch dem Begleiter“, sagte Ingrid Bochow, Psychologische Beraterin und Supervisorin aus Cuxhaven in ihrem Vortag.

Ihr ging es um das, was Ehrenamtliche brauchen und was sie bewegt. Für sie ist ist es ganz selbstverständlich, dass Ehrenamtliche eben auch einer guten Fürsorge durch die Träger der Dienste bedürfen.

Wie jedes Jahr um diese Zeit haben sich rund 60 Ehrenamtliche aus den Hospizdiensten von Caritas und Diakonie in Bewegung gesetzt, um sich landesweit zum Ökumenischen Hospiztag zu treffen, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und geistlich und geistig gestärkt zu werden. „Die Liebe Christi drängt uns“ – so die Überschrift der gemeinsamen Andacht am Beginn des Tages, die Pfarrer Tobias Sellenschloh mit den Teilnehmenden aus den Hospizdiensten feierte.

Diese sehr praktischen Impulse ergänzte der Vortrag des Sozialwissenschaftlers Prof. Dr. Werner Schneider aus Augsburg. „Ehrenamt zwischen Institutionalisierung und Bürgerbewegung“ oder „quo vadis Hospizbewegung“, so die Leitfragen dieses zweiten Vortrags aus sozialwissenschaftlicher Sicht. Die Veränderungen durch sozialen Wandel sind gravierend aber können auch eine Chance für die Hospizbewegung sein, wenn sich die Dienste auf Veränderungen einlassen (können). Die Ehrenamtlichen von morgen werden ganz andere sein, als die von heute „und wir Babyboomer der 60 Jahre werden dann von der Generation Y im Sterben begleitet, für deren Zugehörige mehr Freiräume und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung ein noch höheres Gut ist als für uns“, so der Blick eines Soziologen auf die Hospizbewegung im Heute und im Morgen. Es gibt kein Zurück die Hoffnung für die Zukunft ist, das wir eine neue Sorgende Gemeinschaft vor Ort entwickeln in der jeder mitmachen darf.

Mancher Blick in die Zukunft hat die Anwesenden etwas erschreckt. Aber es wurde doch deutlich, wie wichtig das weitere Bemühen um ein Miteinander auf Augenhöhe in der gesamten Hospizarbeit ist. Dies konnte in Workshops mit den beiden Referenten noch vertieft werden.

Wie immer gab es auch ein Geschenk an die Ehrenamtlichen: Die Schweriner Band „Mustard and Milk“ begeisterte die Teilnehmenden mit ihrer WELTMUSIK und nahm sie für eine knappe Stunde mit in andere Sphären.

Wer sich für die ehramtliche Mitarbeit in einem ambulanten Hospizdienste von Caritas und Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern interessiert oder sich zur/zum Hospizhelfer/in ausbilden lassen möchte, kann sich unter den nachfolgenden Telefonnummern melden: Caritas Mecklenburg e.V. 0385 59179-25 Diakonie Mecklenburg-Vorpommern e.V.: 0385 5006-137.

ch/jf 27.06.2017

 

 

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