Großes Vertrauen in Brot für die Welt – Evangelisches Hilfswerk legt Jahresbilanz vor – 864.625 Euro Spenden aus M-V

Inzwischen gibt es drei abwechslungsreiche Mahlzeiten pro Tag für die Familie Mwita
Foto: Jörg Böthling | Brot für die Welt


Mitarbeitende der Partnerorganisation MFEC schulten Familie Mwita in nachhaltigen Anbautechniken
Foto: Jörg Böthling | Brot für die Welt

25.07.2019 | Schwerin. Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr 864.625,47 Euro an Spenden von den Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erhalten. In dieser Summe sind alle Kollekten und Spenden aus der Region enthalten. Um rund 40.000 Euro übersteigt diese Spendenzahl die Summe aus dem Jahr 2017. Bundesweit wurde Brot für die Welt 2018 mit Spenden in Höhe von 63,6 Millionen Euro unterstützt. Das ist ein Plus von gut 1,8 Millionen Euro gegenüber 2017 (61,8 Mio. Euro).

„Wir sind dankbar für das große Vertrauen der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern in Brot für die Welt. Seit 60 Jahren engagiert sich Brot für die Welt weltweit gegen Hunger, Armut und Ungerechtigkeit. Jede Spenderin, jeder Spender trägt dazu bei, dass Brot für die Welt in aktuell über 1.500 Projekten Hilfe zur Selbsthilfe für die Menschen vor Ort leisten kann“, so Landespastor für Diakonie Paul Philipps.

Eines der Hilfsprojekte von Brot für die Welt in Tansania unterstützt Menschen beim Ökolandbau gegen den Hunger. Grace und Isaya Mwita flohen vom Land in die Hauptstadt, da sie vom Ertrag ihrer Ernten oft nicht leben konnten. In der Stadt fanden sie aber nur Gelegenheitsarbeit. So kehrten sie in ihr Dorf zurück. Häufig hatten sie nur ein bis zwei Mahlzeiten pro Tag: fast ausschließlich Mais und Maniok. Genug, um nicht zu verhungern aber zu wenig, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

Mit Hilfe von MFEC, einer anglikanischen Partnerorganisation von Brot für die Welt in Tansania lernten sie neue Anbaumethoden kennen. Sie stellten auf neues Saatgut um, wurden in nachhaltigen Anbaumethoden geschult und lernten etwas über gesunde Ernährung. Sie bauen jetzt Reis, Avocado, Auberginen, Okra, Paprika, Passionsfrüchte, Chinakohl, Papaya, lokale Kohlsorten, Tomaten und Bananen an. Die Vielfalt sichert sie bei Ernteausfällen, Unwettern oder Trockenheit ab. Heute erwirtschaften sie auf ihrem Acker so viel, dass sie ihre Kinder gut und gesund ernähren können und Überschüsse auf lokalen Märkten verkaufen können. So bleibt auch noch Geld für die Schulbücher ihrer fünf Kinder.  

Im vergangenen Jahr wurden 7.260 Hilfsprojekte neu bewilligt, davon mit 246 die meisten in Afrika. Im Zentrum stehen langfristige Maßnahmen, die Hunger und Mangelernährung überwinden, Bildung und Gesundheit fördern, Zugang zu sauberem Wasser schaffen, die Achtung der Menschenrechte und Demokratie stärken und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen unterstützen.

Brot für die Welt wurde 1959 gegründet und feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Aktuell fördert das Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen und ihrer Diakonie gemeinsam mit Partnerorganisationen über 1.500 Projekte zur Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit in über 90 Ländern.

nach oben