Führungswechsel in der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern und Schwerpunkte der sozialpolitischen Initativen

09.01.2014 | Schwerin. Mit Beginn des Jahres übernimmt Jan-Hendrik Hartlöhner vom Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes die Führung in der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Damit löst er turnusmäßig Bernd Tünker vom Landesverband der Arbeiterwohlfahrt ab. Auf ihrer zweitägigen Klausur in Heringsdorf stimmen die Spitzenvertreter der Wohlfahrtsverbände ihre Schwerpunkte der sozialen Initiativen für 2014 ab.

"Die Gewinnung neuer Fachkräfte, die Umstellung der Finanzierung in der Ausbildung von Erzieher- und Pflegefachkräften sowie weiterer Berufe der sozialen Arbeit, sehen wir als dringende Aufgabe an", so der Vorsitzende Jan-Hendrik Hartlöhner. "Wir wollen mit der neuen Hausspitze im Sozialministerium kurzfristig Gespräche aufnehmen, um die  Ecken und Kanten aus dem Kindertagesförderungsgesetz beseitigen zu können. Dazu wollen wir in einen guten Dialog mit  Beteiligung der Kommunalen Spitzenverbände eintreten", führt der neue Liga-Chef weiter aus.

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege fordern zudem die grundlegende Novellierung des Sozialhilfefinanzierungsgesetzes. "Auf dieses Gesetz wird die geplante Einführung eines Bundesleistungsgesetzes ohnehin großen Druck ausüben ", so Hartlöhner. 

Die Wohlfahrtsverbände sind alleinige Träger der ambulanten, teilstationären und stationären Angebote der Eingliederungshilfe in Mecklenburg-Vorpommern, wie z. B. Werkstätten, Wohnheime und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen. "Die sinkende Finanzausstattung dieses Leistungsgesetzes entspricht schon seit Jahren nicht mehr den realen demografischen Entwicklungen im Bereich der Eingliederungshilfe. So sind auch Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention in wichtigen Bereichen, wie z. B. in der Hortbetreuung in den Grundschulen bisher nicht angefasst und umgesetzt worden", kritisiert Hartlöhner.

Die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Zusammenschluss der Wohlfahrtsverbände auf Landesebene. Dazu gehören der AWO Landesverband, Caritas Mecklenburg, Caritas Vorpommern, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Der Paritätische, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden.

In den Einrichtungen und Diensten sind ca. 51.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Zudem wird die Soziale Arbeit durch mehr als 10.000 ehrenamtlich engagierte Menschen unterstützt.

LIGA jjh / ch 09.01.2014

 

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