Freie Wohlfahrtspflege ist ein Pfeiler des Sozialstaates – Diakoniepastor zollt Mitarbeitenden sozialer Einrichtungen und Dienste Respekt und Anerkennung für die Arbeit im Jahr 2016

23.12.2016 | Schwerin. Diakoniepastor Martin Scriba bedankt sich bei den rund 13.500 Mitarbeitenden der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern für ihre Arbeit im zu Ende gehenden Jahr.

Dieser Dank gilt auch den Vertretern der Kostenträger auf der Ebene der Landkreise, des Landes und den Kranken- und Pflegekassen. „Für unser Zusammenleben sind wir angewiesen auf Hingabe und bedingungslose Gesten. Allen, die sich in diesem Geist engagiert und eingebracht haben, gebührt unser Respekt und unsere Anerkennung“, schreibt Diakoniepastor Martin Scriba in seinem Weihnachtsbrief. „Die öffentliche Diskussion, die 2016 um Träger sozialer Dienste und Einrichtungen geführt worden ist, darf nicht vergessen machen, dass die Freie Wohlfahrtspflege mit ihrer in das 19. Jahrhundert zurückreichenden Tradition bis heute eines der Fundamente für den Sozialstaat deutscher Prägung ist.“

Viele Dienste und Einrichtungen haben in diesem Jahr ihr 20. oder 25. Jubiläum gefeiert und blicken stolz auf das Erreichte zurück. In ihrer Arbeit treffen die Mitarbeitenden der Diakonie jedoch weiterhin auf Menschen, die in hohem Maß von sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Sie erleben, wie die Schere zwischen Arm und Reich trotz der guten wirtschaftlichen Gesamtsituation weiter auseinandergegangen ist. Diakoniepastor Martin Scriba erwartet, dass die Anpassung sozialer Strukturen an den demografischen Wandel und aktuelle Erfordernisse langfristig, ausgewogen und mit gebotener Sensibilität erfolgt. Für den Fall auslaufender Förderungen aus EU-und Bundesmitteln fordert er das Land auf, finanziell aus eigener Kraft zu seiner sozialen Verantwortung zu stehen. Dies gilt aktuell insbesondere für die Beratungsstellen und die Schulsozialarbeit. Ihr hohes Vermögen auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren, hat die Freie Wohlfahrtspflege im vergangenen Jahr mit dem schnellen Aufbau tragfähiger Strukturen zur Integration von Flüchtlingen erneut unter Beweis gestellt. "In enger Kooperation mit den Mitarbeitenden in den Ministerien und den Kommunen ist es gelungen, in kürzester Zeit Hilfs- und Unterstützungsstrukturen für Flüchtlinge und Migranten aufzubauen", sagt Diakoniepastor Martin Scriba. Auch den Ehrenamtlichen, die sich hierfür im hohen Maß einsetzen, gilt sein Dank.

Für 2017 wünscht er sich, dass Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind, weiterhin sensibel im Blick bleiben. In seinem Weihnachtsbrief verweist er auf die Jahreslosung für 2017 aus dem Buch des Propheten Hesekiel, die die Richtung vorgeben kann: "Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch." (Hesekiel 36,26).

ch 23.12.2016

 

 

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