Flüchtlingsschiff M/S Anton sorgt für Gesprächsstoff auf der Warnemünder Woche

08.07.2015 | Warnemünde. Noch bis zum 11. Juli 2014 hat das Flüchtlingsschiff M/S Anton am Alten Strom in Warnemünde festgemacht. Siebzig lebensgroße Bronzeskulpturen des dänischen Künstlers Jens Galschiøt machen auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam. "Die Figuren wirken so echt, dass wir beim Einlaufen der M/S Anton in den Warnemünder Hafen die Sicherheitsbehörden vorher informieren mussten", berichtet Schiffer Knud Andersen.

 

Gleich nach der Ankunft des Schiffes wurde der Schiffer und seine Crew vom stellvertretenden Bürgermeister und Senator für Finanzen, Verwaltung und Ordnung, Dr. Chris Müller, begrüßt. Zusammen mit der Integrationsbeauftragten Stephanie Nelles und dem Hafenkapitän Gisbert Ruhnke sowie Adnan Harb vom migra e.V. Anton überreichten sie einen Willkommensgruß.

"Wir brauchen nicht nur eine Willkommenskultur, sondern auch eine Willkommensstruktur", sagte Diakoniepastor Martin Scriba bei der Eröffnung der Ausstellung. Davon, dass sich bei ihr die Beschwerden über die schwindende Akzeptanz gegenüber ausländischen Einwohnern häufen, berichtete die Integrationsbeauftragte der Hansestadt Rostock, Stephanie Nelles. "Die Reaktion der Ausstellungsbesucher ist überwiegend positiv. Wir haben sehr viele Gespräche und erleben große Nachdenklichkeit", sagt Ulrike Haberer, die sich als Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern die Ausstellung begleitet. Bis Sonntag, 11. Juli 2015 kann die Ausstellung täglich von 14:00 bis 20:00 Uhr betrachtet werden.

Am Donnerstag um 20:00 Uhr wird Francisco Mari von Brot für die Welt in der Warnemünder Kirche über das Thema "Was hat Fisch mit Flucht zu tun?" und dabei die Hintergründe für die Fluchtursachen beleuchten. "Francisco Mari gilt als Experte auf diesem Gebiet und versteht es auch komplexe Sachverhalte anschaulich zu machen", sagt Ulrike Haberer. Der Eintritt ist frei.

ch/uh 08.07.2015

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