Erwachsene Bundesfreiwillige erkunden historisches und politisches Berlin

26.07.2018 | Schwerin. Als Wertschätzung für ihr großes soziales und gesellschaftliches Engagement unternahmen 35 Männer und Frauen, die unter dem Dach der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern ihren Bundesfreiwilligendienst 27 Plus leisten, eine dreitägige Exkursion durch Berlin.

Die Freiwilligen reisten in drei kleineren, betreuten Gruppen in die Hauptstadt. Eine dieser Gruppen wurde von Arne Draeger, Referent im Fachbereich Freiwilligendienste im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern, angeleitet: „Das Seminar in Berlin ist Teil der zwölf gesetzlich vorgeschriebenen Seminartage, die wir mit unseren Freiwilligen durchführen. Die Berlin-Exkursion hat vor allem einen politischen Bildungsanspruch und ist zugleich ein Dankeschön von uns an die Freiwilligen in zahlreichen diakonischen Einrichtungen und Diensten von der Jugendarbeit, Kitas und Schulen über Beratungsstellen, Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung bis hin zu Begegnungszentren, evangelischen Kirchengemeinden und der Seemannsmission.“

Am ersten Ausflugstag lernte die Gruppe Berlin von der Spree aus kennen. Die Dampferfahrt führte sie vorbei an der Museumsinsel, dem Regierungsviertel mit dem Reichstag, dem Hauptbahnhof und dem Nikolaiviertel. Hier endete auch die Dampferfahrt. Die Teilnehmenden wurden als Dankeschön in die Zille-Stube zum Abendessen eingeladen. Am zweiten Tag blieb den Freiwilligen vormittags Zeit für den individuellen Besuch eines Museums, einer Ausstellung oder einer Stadtrundfahrt. Am Nachmittag beschäftigte sich die Gruppe mit der Geschichte des Mauerbaus und besuchte das Holocaust-Mahnmal. Ihr Spaziergang führte sie zum Potsdamer und dem Pariser Platz sowie dem Brandenburger Tor.

Den Deutschen Bundestag im Reichstagsgebäude besuchte die Gruppe am letzten Tag in Berlin. Die Führung erlebten viele als besonders eindrücklich. Einige Bundesfreiwillige mit internationaler Herkunft waren verwundert darüber, wie nah man als Besucher den Abgeordneten kam. Dieser Ausflugsort war der Diakonie besonders wichtig. „Wir wollen aktiv etwas gegen die Politikverdrossenheit tun. Auch erwachsene Menschen brauchen politische Bildung. Es ist uns ein Anliegen, unseren Bundesfreiwilligen bewusst zu machen, dass unsere demokratische Gesellschaft vom Engagement des Einzelnen lebt“, erläutert Arne Draeger. Die erlebnisreiche Exkursion endete auf dem Dach des Reichtages mit dem Reisesegen für die Teilnehmer, die diese drei Tage so schnell nicht vergessen werden.

Am 1. September 2018 werden alle Freiwilligen des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern für den Jahrgang 2017/2018 in einem feierlichen Gottesdienst mit Empfang in der Nikolaikirche in Rostock verabschiedet. Zugleich werden die Freiwilligen des neuen Jahrgangs 2018/2019 begrüßt und eingeführt. Rund 240 Freiwillige engagieren sich pro Jahr bei der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) und des Bundesfreiwilligendienstes für Erwachsene über 27 Jahre (BFD 27 Plus). Darunter sind aktuell 50 Erwachsene, die im BFD 27 Plus wertvolle soziale und gesellschaftliche Arbeit leisten.

kl 26.07.2018

Fotos: Arne Draeger
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