Diakonie um Fortbestand der Beratungsangebote in Mecklenburg-Vorpommern besorgt

Landespastor Paul Philipps dankt den Mitarbeitenden der Diakonie
Foto: Katrin Luther

17.06.2019 | Greifswald. Heute kamen in Greifswald die Mitglieder des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. sowie der Aufsichtsrat zur jährlichen Mitgliederversammlung zusammen. Mit dem ausdrücklichen Dank an die über 15.100 Mitarbeitenden in rund 1.000 Einrichtungen und Diensten – „am Pflegebett, im Beratungsgespräch, in der Kinderbetreuung“ – machte Landespastor Paul Philipps auf die hohe Bedeutung der Arbeit vor Ort aufmerksam und betonte, „dass die Arbeit der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern zunächst und vor allem von den Menschen vor Ort für die Menschen vor Ort geleistet wird“.

Der Landesverband der Diakonie setzt sich seinerseits dafür ein, dass die Mitarbeitenden die Rahmenbedingungen vorfinden, die sie für ihre soziale Arbeit für die Menschen im Land brauchen, so Landespastor Philipps in Greifswald. Dabei ist die Landesverbandsarbeit vielfältig. Im Fokus stehen unter anderem die Bemühungen um einen Landesrahmenvertrag zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) in Mecklenburg-Vorpommern, damit alle Menschen mit Behinderung auch nach dem 1. Januar 2020 noch die Hilfe und Unterstützungsleistungen bekommen, die sie benötigen.

Ferner lenkte Vorständin Henrike Regenstein den Blick auf die künftige Ausgestaltung der Finanzierung sozialer Beratungsangebote im Land durch das geplante Wohlfahrtsfinanzierungs- und -Transparenzgesetz. Bereits jetzt werden diese nicht ausreichend finanziert. Nur durch die finanzielle Unterstützung der Kirchenkreise und den Einsatz von Eigenmitteln können die Beratungsangebote, wie die Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie die Allgemeine Soziale Beratung, aufrechterhalten werden. „Mit dem neuen Wohlfahrtsfinanzierungs- und ‑Transparenzgesetz muss hier dringend eine angemessene und verlässliche Finanzierung geschaffen werden“, mahnte Regenstein.  

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Landesverband) ist mit über 15.100 hauptamtlichen und über 2.200 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in rund 1.000 gemeinnützigen Einrichtungen und Diensten einer der größten Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern. Das Betätigungsfeld reicht u. a. von der Kinder- und Jugendhilfe, der Familien- und Altenhilfe über vielfältige Beratungs- und Behandlungsangebote, der Gefährdetenhilfe und Behindertenhilfe bis hin zu den Freiwilligendiensten und der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist ein rechtlich selbstständiges Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

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