Analyse der Sozial- und Bildungspolitik - Diakonie stellt Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2016 in Mecklenburg-Vorpommern vor

12.01.2016 | Schwerin. Für die bevorstehende Landtagswahl am 4. September 2016 hat das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. Wahlprüfsteine als Handrei­chung für Wählerinnen und Wähler ebenso wie für Politikerinnen und Politiker erstellt, um miteinander über die Sozial- und Bildungspolitik ins Gespräch zu kommen. Die Wahlprüfsteine als PDF-Datei zum Herunterladen.

"Viele Menschen im Land erwarten eine solide Sozial- und Bildungspolitik", sagte Diakoniepastor Martin Scriba. "Hier werden die Rahmenbedingungen sowohl für soziale Dienste und Einrichtungen als auch für Bildungseinrichtungen gestaltet. Menschen, die Unter­stützung benötigen, weil sie sich in Not­lagen befinden, sind besonders auf eine verlässliche Sozialpolitik ange­wiesen." Die Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern hat dazu die aktuelle Sozial- und Bildungspolitik im Land analysiert und offene Fragestellungen und ungelöste Probleme ermittelt. "Gesucht werden ehrliche Antworten auf bisher ungelöste politische Fragen", betonte Martin Scriba.

"Seit 15 Jahren hat das Land soziale Verantwortung an die Landkreise und kreisfreien Städte übertragen. Aus Sicht der Diakonie reicht es nicht aus, wenn das Land der kommunalen Ebene das Geld nach dem Motto: 'Seht zu, wie ihr klar kommt' zur Verfügung stellt, ohne die Standards für die Leistungen zu fixieren, die mit diesen Mitteln bezahlt werden sollen", sagte Diakoniepastor Martin Scriba und fordert mehr Stringenz und bessere Vermittlungsmöglichkeiten zwischen den kommunalen Kostenträgern und den Einrichtungsträgern. "Es ist unerlässlich, dass das Land seine Fachaufsicht wahrnimmt und für vergleichbare Lebensverhältnisse in allen Landesteilen sorgt", erwartet Martin Scriba.

In zwölf Themenfeldern werfen die Wahlprüfsteine der Diakonie Fragen zu Teilhabemöglichkeiten verschiedenster Bevölkerungsgruppen auf. "Einerseits geben die Wahlprüfsteine Hinweise, was vorstellbar ist, andererseits werden aber keine fertigen Antworten formuliert", erläuterte Henrike Regenstein, Vorstand im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern. "Wir wünschen uns einen ehrlichen Dialog, der zu guten Lösungen führt." Dabei geht es um die Teilhabe von Familien mit Kindern ebenso wie um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen oder Pflegebedürftigen.

Die Wahlprüfsteine der Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern e. V. als PDF-Datei zum Herunterladen.

 

[Hinweis für den Ausdruck: Das Dokument ist für den Broschürendruck optimiert]

Die Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern bietet in 926 Einrichtungen und 121 Geschäftsstellen Rat, Hilfe und Unterstützung in ganz unterschiedlichen sozialen Bereichen und Lebenslagen. Mehr als 12.500 Mitarbeitende stehen dabei den Menschen im Land als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

ch 12.01.2016

 

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