Diakonie stellt 260 Plätze für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung

16.09.2015 | Schwerin. Mit einem Aufruf hatte sich der Landespastor für Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern, Martin Scriba, zu Beginn der Woche an die Träger der diakonischen Arbeit vor Ort gewandt, derzeit nicht genutzte Räume oder Immobilien für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Eine erste Reaktion diakonischer Träger ergab, dass in den verschiedenen Regionen des Landes insgesamt eine Kapazität von ca. 260 Plätzen hergerichtet werden könne.

 

„Angesichts des bevorstehenden Winters liegt mir daran, mit den uns gegebenen Möglichkeiten einen Beitrag zu leisten, der die angespannte Situation etwas entlasten kann“, sagte Diakoniepastor Martin Scriba in Schwerin.


Die ständig steigende Zahl von Flüchtlingen stellt die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam vor eine große Herausforderung. „Ohne zusätzliches Personal werden wir diese Aufgabe nicht meistern können“, erklärt Martin Scriba. Die Mitglieder des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. seien bereit, verstärkt als Anstellungsträger für neu zu gewinnende Mitarbeitende zu fungieren, die sich in der Begleitung von Flüchtlingen engagieren wollen. Hierfür gilt es, entsprechende Rahmenbedingungen mit dem Land zu vereinbaren.


Die Menschen im Land bittet die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern um Unterstützung bei der Suche nach Sprachmittlern. Gesucht werden Personen, die Fremdsprachen beherrschen (insbesondere arabisch) und die bereit sind, sich als Sprachmittler zur Verfügung zu stellen. Rückmeldungen nimmt das Diakonische Werk unter infodiakonie-mv.de entgegen.


"Die Rückmeldungen der vergangenen Tage zeigen, dass es kaum einen Träger der Diakonie gibt, der nicht in irgendeiner Form mit dem Thema Flüchtlinge befasst ist. Das reicht von der Beratung über soziale Begleitung bis hin zu medizinischen Erstuntersuchungen", berichtet Diakoniepastor Martin Scriba. Er dankt allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden für dieses Engagement und betont: "Dieses Engagement für den Fremden hat seine Wurzeln in der jüdisch-christlichen Tradition, die diese Werte entscheidend geprägt hat."

ch/ms 16.09.2015

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