Nachbau des Adventskranzes nach Johann Hinrich Wichern an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in der Staatskanzlei übergeben

30.11.2017 | Schwerin. Diakoniepastor Paul Philipps und Beschäftigte des Lebenshilfewerkes Mölln-Hagenow haben den Nachbau des Adventskranzes nach Johann Hinrich Wichern in der Schweriner Staatskanzlei an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die Mitarbeitenden der Staatskanzlei übergeben. Ein Holzbläserensemble des Landespolizeiorchesters begleitete die kurze Besinnung.

Der Adventskranz wurde 1839 vom evangelisch-lutherischen Theologen und Erzieher Johann Hinrich Wichern (1808–1881) aus Hamburg eingeführt. Er kümmerte sich um Kinder, die in großer Armut lebten, zog mit ihnen in ein altes Bauernhaus vor den Toren der Stadt. Dort gab er ihnen Bildung sowie Arbeit und dadurch Zukunft. Damit wurde er auch zum Gründer der Diakonie.

Da die Kinder während der Adventszeit immer wieder fragten, wann denn endlich Weihnachten sei, baute er 1839 aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit vier großen Kerzen für jeden Sonntag und kleinen Kerzen für die Wochentage dazwischen. An jedem Tag der Adventszeit wurde nun eine Kerze angezündet. So konnten die Kinder die Tage bis Weihnachten abzählen. Aus dem traditionellen Adventskranz von Johann Hinrich Wichern hat sich der Adventskranz mit vier Kerzen entwickelt.

Im Jahr 2011 hat die Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern diesen Kranz nachgebaut. Im vergangenen Jahr stand er während der Adventszeit im Schweriner Stadthaus. In diesem Jahr hat er seinen Platz in der Staatskanzlei .

Mit 14.500 Mitarbeitenden in Mecklenburg-Vorpommern kümmert sich die Diakonie in rund 1.100 Diensten und Einrichtungen um die sozialen Sorgen und Nöte der Menschen im Land.

ch 30.11.2017

 

 

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