Diakonie Mecklenburg-Vorpommern setzt auf Verhaltenskodex und Transparenz

18.06.2018 | Schwerin. Die Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. beschloss auf ihrer heutigen Sitzung in Schwerin, sich der Initiative Transparente Zivilgesellschaft anzuschließen. „Transparenz ist die Grundlage für Vertrauensbildung und dieses Vertrauen ist in unserer täglichen sozialen Arbeit mit Menschen von elementarer Bedeutung“, erläutert Henrike Regenstein, Vorstand der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern.

„Den kritischen Stimmen der Politik gegenüber den Wohlfahrtsverbänden möchten wir als Diakonie etwas entgegensetzen: Bereits seit 2017 setzen wir den Diakonischen Corporate Governance Kodex um. Dieser Verhaltenskodex setzt hohe Standards für Vorstände und Aufsichtsgremien.“ Er verpflichtet zur Aufgaben- und Personentrennung zwischen den Ebenen und soll die Kommunikationsstruktur optimieren. Zudem fördert er Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit und leistet einen Beitrag zur verbesserten Transparenz. „Darüber hinaus werden wir uns nun der Initiative Transparente Zivilgesellschaft anschließen, um auf einer weiteren Ebene unsere Arbeit nachvollziehbar zu gestalten“, ergänzt Regenstein.

Als Unterzeichner der Selbstverpflichtungserklärung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft verpflichtet sich die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern zehn Informationen auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen, die über die gesetzlichen Veröffentlichungspflichten für gemeinnützige Vereine hinausgehen. Hierzu gehören u. a. die Satzung, die Namen der wesentlichen Entscheidungsträger, Organisationsziele sowie Angaben zur Mittelherkunft und Mittelverwendung sowie zur gesellschaftsrechtlichen Verbundenheit mit Dritten.

Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft wurde 2010 gegründet und ist die größte politisch unabhängige, zivilgesellschaftliche Transparenzinitiative in Deutschland. Getragen wird die Initiative neben Transparency International Deutschland e. V. vom Bundesverband Deutscher Stiftungen, dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen, dem Deutschen Fundraising Verband, dem Deutschen Kulturrat u. a. Knapp 900 gemeinnützige Organisationen haben sich der Initiative bisher angeschlossen.

Der Diakonische Governance Kodex soll das deutsche Corporate Governance System auf den diakonischen Bereich übertragen und damit Transparenz und Nachvollziehbarkeit innerhalb der diakonischen Einrichtungen weiter fördern. Er beschreibt wesentliche Grundlagen zur Stärkung der diakonischen Einrichtungskultur, insbesondere durch die Optimierung der Leitung und Überwachung diakonischer Einrichtungen. Er enthält international und national anerkannte Standards und Empfehlungen guter und verantwortungsvoller Einrichtungsführung.

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Landesverband) ist mit 111 Mitgliedern mit rund 1.000 gemeinnützigen Einrichtungen und Diensten einer der größten Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern. Das Betätigungsfeld reicht u. a. von der Kinder- und Jugendhilfe, der Familien- und Altenhilfe über vielfältige Beratungs- und Behandlungsangebote, der Gefährdetenhilfe und Behindertenhilfe bis hin zu den Freiwilligendiensten und zur Aus-, Fort- und Weiterbildung. Unter dem Dach der Diakonie arbeiten über 14.500 hauptamtliche Mitarbeiter. Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist ein rechtlich selbstständiges Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.

 

 

hr|kl 18.06.2018

 

 

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