Diakonie MV fordert Schulgeldfreiheit für Pflegeberufe und für die Erzieherausbildung

22.03.2014 | Schwerin. „Die Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern hat für ihre rund 900 Einrichtungen im Land einen hohen Bedarf an motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagt Diakoniepastor Martin Scriba vor der Kirchenkreissynode in Schwerin.

Mit insgesamt sieben Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätten bildet die Diakonie in Mecklenburg-Vorpommern selber auch aktiv aus. Ein besonderes Augenmerk legt die Diakonie dabei auf die Ausbildung von Pflegekräften und Mitarbeitenden für Kindertageseinrichtungen.

 

"Da das Land sich weitgehend aus diesen Bereichen der beruflichen Ausbildung zurückgezogen hat, sind junge Menschen, die einen sozialen Beruf ergreifen wollen auf das Angebot freier beruflicher Schulen angewiesen", berichtet Diakoniepastor Martin Scriba den Synodalen. Ziel des Landesverbandes der Diakonie ist eine Schulgeldbefreiung. Ein erster Schritt wäre eine Anhebung der Finanzhilfe für die Schulträger auf 80 Prozent der Kosten, die das Land selber in die Ausbildung dieses Personals investieren müsste, schlägt die Diakonie vor. "Es ist nicht einzusehen, dass junge Menschen, die sich für einen sozialen Beruf entscheiden, dafür auch noch einen erheblichen Anteil der Kosten übernehmen müssen. Hier ein Umsteuern der Politik gefragt“, fordert Diakoniepastor Martin Scriba.

 

Weitere Schwerpunkte des Berichtes der Diakonie vor der Kirchenkreissynode in Schwerin waren die Situation der Beratungsstellen, die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für die Flüchtlings- und Migrationsarbeit, die Weiterentwicklung des kirchlich-diakonischen Arbeitsrechtes sowie die Einbindung der Diakonie in die Nordkirche

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