Attraktivität des Erzieherberufes in M-V stärken - Diakonie M-V fordert Nachbesserungen am Gesetzesentwurf zur Kindertagesförderung

15.05.2019 | Schwerin. Im Sozialausschuss des Schweriner Landtages erfolgte heute die öffentliche Anhörung zur 7. Novellierung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG). Hauptschwerpunkte des Gesetzes sind die Einführung der Elternbeitragsfreiheit, die Stärkung der Elternrechte und die Novellierung des Kindertagesförderungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern.

Für die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern nutzte Vorständin Henrike Regenstein die Möglichkeit zur Stellungnahme. Sie erneuerte die Kritik an dem weiteren Aufgabenzuwachs für Erzieherinnen und Erzieher und der damit einhergehenden noch höheren Belastung. Im Gesetzesentwurf fehlen die Grundlagen für eine den Aufgaben angemessene Fachkraft-Kind-Relation sowie eine Strategie, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dies wären jedoch wichtige Weichenstellungen, um auch zukünftig die Qualität der Kindertagesbetreuung zu gewährleisten. Vielmehr ist aktuell davon auszugehen, dass die durch das Gesetz nicht definierten Rahmenbedingungen für die Kindertageseinrichtungen, wie beispielsweise die Berechnung des Betreuungsschlüssels und die Ausgestaltung der inklusiven Angebote, dazu führen werden, den Beruf der Erzieherin bzw. des Erziehers noch unattraktiver zu machen.

„Dies kann und darf nicht Ergebnis einer Gesetzesveränderung sein“, so Regenstein. Noch am Montag begingen die Fachöffentlichkeit und viele Eltern den Tag der Kinderbetreuung. Dieser Tag verdeutlichte den Stellenwert familienergänzender Bildung, Betreuung und Erziehung und rückte die Arbeit der Fachkräfte in den Fokus. Regenstein dankte allen Mitarbeitenden in den Kindertageseinrichtungen ausdrücklich für ihre engagierte Arbeit.  

„Gute pädagogische Arbeit nimmt sowohl Kinder als auch Eltern in den Blick. Es kommt dringend darauf an, die Rahmenbedingungen für die pädagogischen Fachkräfte in den Blick zu rücken. Die durch die Politik erkannten notwendigen Verbesserungen in den Betreuungsschlüsseln müssen couragiert angegangen werden. Das Diakonische Werk ist bereit, aktiv daran mitzuwirken“, betont Regenstein.

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