Demokratieberater beenden erfolgreich ihre Ausbildung

21.02.2015 | Bad Sülze. Mitarbeitende der Diakonie haben in der vergangenen Woche ihre Zeugnisse als Demokratieberater in der Bildungsstätte JAMBUS in Bad Sülze erhalten.

 

„Demokratische Strukturen verstehen sich nicht von selbst, sondern müssen eingeübt und reflektiert werden“, sagte Diakoniepastor Martin Scriba. Deshalb hat das Diakonische Werk das vom Bundesinnenministerium geförderte Projekt 'Demokratie gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern!' bewusst aufgegriffen. Diakoniepastor Martin Scriba begrüßte die durch das Projekt initiierten Gespräche innerhalb der Kollegenschaft in den Einrichtungen vor Ort. Er dankte den 17 Absolventen des Seminars für Ihre Bereitschaft zur Teilnahme an dem Projekt und den Trägern der Einrichtungen, dass sie die dafür notwendige Freistellung ermöglicht haben.

Antidemokratische Einstellungsmuster sind auch in Mecklenburg-Vorpommern verbreitet. Vor allem rechtsextremes und menschenfeindliches Gedankengut hat zunehmend den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft gefunden , dem gilt es sich entgegenzustellen – das war des Schwerpunktanliegen von Politikwissenschaftler Rene Lenz, der das Projekt leitete. „Die Ausbildung hat uns viele verschiedene Einblicke in rechtsextremes und menschenfeindliches Gedankengut ermöglicht, uns dafür sensibilisiert diese zu erkennen, uns trainiert darauf zu reagieren, um den Menschen in unseren Einrichtungen beratend zur Seite zu stehen!“ sagt Olaf Tünnemann, Teilnehmer vom Diakoniewerk Neues Ufer in Rampe.

Martin Scriba bezeichnete das Projekt als überaus erfolgreich. Das zeigt sich auch daran, dass das Diakonische Bildungszentrum Mecklenburg-Vorpommern Fortbildungen zu Fragen der Demokratiebildung bereits in das Jahresprogramm 2015 aufgenommen hat.

ch/rl

 


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