Bundesfreiwillige der Diakonie M-V besuchten Geburtsstätte der Diakonie in Hamburg

25.03.2019 | Hamburg. Im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern ist es mittlerweile zur Tradition geworden, dass die im Bundesfreiwilligendienst engagierten Frauen und Männer eine dreitägige Bildungsreise nach Berlin oder Hamburg unternehmen. Hiermit dankt die Diakonie den Teilnehmern für ihr soziales und gesellschaftliches Engagement in den diakonischen Kitas und Schulen, den Einrichtungen der Jugendarbeit und Beratungsstellen, den Alten- und Pflegeeinrichtungen, den Krankenhäusern und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, den Begegnungszentren, evangelischen Kirchengemeinden oder der Seemannsmission.

Bundesfreiwillige der Diakonie M-V Raghdaa Kahil, Nadeshda Ebert, Manuela Engelke in Hamburg

So unternahmen im März 11 erwachsene Bundesfreiwillige ein Exkursionsseminar nach Hamburg. Die  Gruppe wurde von Arne Draeger, Referent im Fachbereich Freiwilligendienste im Diakonischen Werk Mecklenburg-Vorpommern geleitet: „Das Seminar ist Teil der zwölf gesetzlich vorgeschriebenen Seminartage, die wir mit unseren Freiwilligen durchführen. Es ist ein Dankeschön von uns an unsere Freiwilligen, die sich täglich für die hilfsbedürftigen Menschen in den Einrichtungen und Diensten der Diakonie einsetzen und diese unterstützen.“

Nachdem der erste Tag vor allem dem Austausch und gegenseitigen Kennenlernen diente, besuchten die Freiwilligen am zweiten Tag das „Rauhe Haus“, welches als Geburtsstätte der Diakonie in Deutschland gilt. Johann Hinrich Wichern gründete hier 1883 ein Kinderheim für verwaiste oder arme Kinder. Heute arbeiten 1.200 Mitarbeitende an 100 Standorten in Hamburg und Schleswig-Holstein mit Betreuungs- und Bildungsangeboten für über 3.000 Menschen unter dem Dach des „Rauen Hauses“. Einer der Teilnehmer kommentierte den Besuch: „Es ist schon erstaunlich, was aus der Idee eines einzigen Mannes über diese lange Zeit bis heute gewachsen ist!“

Anschließend besuchten die Bundesfreiwilligen die Elbphilharmonie und unternahmen eine Hafenrundfahrt, um die Stadt vom Wasser aus zu erkunden. Am letzten Tag stand das Thema Flucht und Migration im Vordergrund. Der Hamburger Filmemacher und Medienpädagoge Hauke Lorenz zeigte seinen Dokumentarfilm „Viacrucis Migrante“ über die Flucht von Männern, Frauen und Kindern aus existentiell bedrohlichen Verhältnissen in Honduras, El Salvador und Guatemal in Richtung Norden. Hinter der südmexikanischen Grenze finden sie eine Herberge mit Menschen, die ihnen dabei helfen wollen, die Weiterreise in die USA zu überstehen. Der Ausgang dieser lebensgefährlichen Reise, auf der sie mindestens 1.700 Kilometer zurücklegen müssen, ist ungewiss. Die Bundesfreiwilligen sprachen mit Hauke Lorenz über seinen Film. Die Bundesfreiwillige Raghdaa Kahil, die selbst aus Syrien fliehen musste, war bewegt von dem Film: „Besonders das Schicksal der Kinder in dem Film geht mir sehr nahe. Meine Familie musste auch fliehen und ich habe selbst Kinder.“

Rund 250 Plätze in den verschiedenen sozialen Einsatzstellen hält die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) und des Bundesfreiwilligendienstes für Erwachsene über 27 Jahre (BFD 27 Plus) bereit. Darunter sind aktuell 40 Erwachsene, die im Format BFD 27 Plus wertvolle soziale und gesellschaftliche Arbeit leisten. Am 31. August 2019 beginnt der neue Freiwilligenjahrgang offiziell. Dieser Beginn gilt vor allem für das Freiwillige Soziale Jahr. Der Bundesfreiwilligendienst kann hingegen ganzjährig gestartet werden.

Interessierte Jugendliche und Erwachsene sind aufgerufen, sich bei der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern um einen der begehrten Plätze im Freiwilligendienst zu bewerben. Mit den Bewerbern werden zunächst in einem telefonischen Gespräch mögliche Einsatzfelder geprüft. Während eines „Schnuppertages“ können sich die Bewerber einen persönlichen Eindruck von der zukünftigen Einsatzstelle machen und herausfinden, ob die Chemie stimmt.

Bewerbungen sind per E-Mail zu richten an: freiwilligendienstediakonie-mv.de oder per Post an das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V., Freiwilligendienste, (für Vorpommern) Grimmer Str. 11 – 14, 17489 Greifswald oder (für Mecklenburg) Körnerstraße 7, 19055 Schwerin. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Tel. (0385) 50 06-141 (für Mecklenburg) oder (03834) 88 99-22 (für Vorpommern) oder auf der Internetseite der Diakonie unter www.diakonie-mv.de.

 

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. (Landesverband) ist mit über 15.100 hauptamtlichen und über 2.200 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in rund 1.000 gemeinnützigen Einrichtungen und Diensten einer der größten Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern. Das Betätigungsfeld reicht u. a. von der Kinder- und Jugendhilfe, der Familien- und Altenhilfe über vielfältige Beratungs- und Behandlungsangebote, der Gefährdetenhilfe und Behindertenhilfe bis hin zu den Freiwilligendiensten und der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist ein rechtlich selbstständiges Werk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche).

kl 25.03.2019

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