Brot für die Welt startet 55. Spendenaktion für Mecklenburg-Vorpommern in Wolgast

 

01.12.2013 | Wolgast. Mit einem Gottesdienst am 1. Advent eröffnete BROT FÜR DIE WELT in Wolgast die 55. Spendenaktion für Mecklenburg-Vorpommern. „Land zum Leben - Grund zur Hoffnung“ heißt es noch bis zum 1. Advent des nächsten Jahres. „Wir wollen mit diesem Thema auf die weltweite Problematik des Landraubes aufmerksam machen“, sagt Diakoniepastor Martin Scriba, der die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern aufrief, die Spendenhilfsorganisation zu unterstützen.

Eindrücklich und für alle verständlich machte das Theaterspiel „Vom Fischer un syn Fru“ deutlich, wohin es führt, wenn Menschen „den Hals nicht voll“ bekommen. „Es geht um weltweite Gerechtigkeit und darum, dass wir uns weltweit dafür einsetzen“, mahnt Propst Gerd Panknin in seiner Predigt. Dabei wurde deutlich, dass die Verteilung von Grund und Boden auch in Mecklenburg-Vorpommern die Landwirte in der Region vor große Schwierigkeiten stellt.

Fast 850 Millionen Frauen, Kinder und Männer gehen abends hungrig ins Bett. „Das ist jeder achte Mensch und müsste nicht sein. Jeder könnte satt werden“, sagt Diakoniepastor Martin Scriba. Fruchtbares Land ist eine Gabe Gottes. Diese Gabe ist ausreichend vorhanden, sie sollte zum Wohle aller genutzt werden. Mit Unterstützung der Projektpartner von Brot für die Welt entwickeln Kleinbauernfamilien ihre Fähigkeiten weiter. „Erträge nachhaltig steigern, die Landwirtschaft stärker gegen Dürren und Regen schützen und die Böden auch für die nächste Generation erhalten – darum geht es“, betont Diakoniepastor Martin Scriba. So werden die Kleinbauern auch unterstützt beim Ausbau ihrer Verarbeitungs- und Absatzmöglichkeiten. Das bringt Geld für die Ausbildung der Kinder, für Medikamente oder für Investitionen in die Landwirtschaft. Und natürlich wird ihnen im Konfliktfall beigestanden, damit ihnen ihr Land nicht weggenommen wird.

„Ihr Gebet und Ihre Spende können helfen, damit alle Menschen Zugang zu Gottes guten Gaben haben“, sagt Propst Gerd Panknin. Bei der Spendenaktion „Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“ können alle mitmachen. Die Kirchenregion Wolgast hat den Anfang gemacht. Hier wurde die 55. Aktion von Brot für die Welt für Mecklenburg-Vorpommern eröffnet.

Spendenkonto:

Evangelische Kreditgenossenschaft eG
Brot für die Welt
BIC GENODEF1EK1
IBAN DE04 5206 0410 0006 3011 50

Stichwort: Mecklenburg-Vorpommern hilft


Hintergrundinformationen

Brot für die Welt ist weltweit aktiv und leistet Hilfe zur Selbsthilfe in mehr als 90 Ländern. Im Jahresbericht [http://www.brot-fuer-die-welt.de/presse/pressematerialien/jahresbericht-2012.html] stellt das Hilfswerk seine Auslandsarbeit, aber auch die Arbeit in Deutschland vor und gibt Einblicke in seine Finanzen und seine Organisation. Dabei stehen aktuelle Projektbeispiele ebenso im Fokus wie die Entwicklung der Spendeneinnahmen und deren Verwendung.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Die drei wichtigsten finanziellen Säulen des Werkes sind staatliche Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (123 Mio. Euro), Spenden und Kollekten (55 Mio. Euro) sowie kirchliche Mittel (51 Mio. Euro). Insgesamt standen der Entwicklungsarbeit von Brot für die Welt 2012 rund 248 Mio. Euro zur Verfügung. Weltweit bewilligte das Werk 1.379 Projekte mit insgesamt 186,1 Millionen Euro. Regionaler Schwerpunkt war Afrika mit 389 Projekten, es folgten Asien und Pazifik mit 303 und Lateinamerika mit 247 Projekten. In Mecklenburg-Vorpommern wurden rund 500.000 Euro vor allem in den Gottesdiensten am 1. Advent und Heilig Abend gesammelt.


Schwerpunkte der Arbeit

Vorrangiges Ziel der Arbeit von Brot für die Welt war auch 2012 die Ernährungssicherung. Das evangelische Hilfswerk setzte sich darüber hinaus für die Förderung von Bildung und Gesundheit, den Zugang zu Wasser, die Stärkung der Demokratie, die Achtung der Menschenrechte, die Gleichstellung von Mann und Frau sowie die Bewahrung der Schöpfung ein. Neben der Projektarbeit gehörten der Dialog mit der Politik sowie die entwicklungspolitische Lobby-, Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit zu den Schwerpunkten der Arbeit.

Brot für die Welt vermittelt auch Fachkräfte an Partnerorganisationen in aller Welt und gibt jungen Erwachsenen die Chance, im Rahmen eines Freiwilligendienstes Projekte vor Ort kennenzulernen. Mit Stipendien ermöglichte das Hilfswerk zudem angehenden Führungskräften aus Entwicklungs- und Schwellenländern ein Studium in Deutschland.

ch 1.12.2013

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