Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes M-V erhöht Ausbildungsentgelte

09.07.2019 | Schwerin. Am 2. Juli 2019 kamen die Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. (ARK DW M-V) zu ihrer zweiten Sitzung in der vierten Amtszeit im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg zusammen.

Auf Initiative der Dienstgebervertreter hat sich die ARK DW M-V für eine Erhöhung der Ausbildungsentgelte ab dem 01.09.2019 für Auszubildende in staatlich anerkannten Berufen, in Pflegeberufen sowie Schüler in der Erzieherausbildung ausgesprochen. Zusätzlich sollen nun auch Auszubildende zum Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten (MTRA), Medizinisch-Technischen Laboratoriumsassistenten (MTLA) und Physiotherapeuten (PT) eine Ausbildungsvergütung erhalten. Darauf haben sich die Dienstnehmer- und Dienstgebervertreter in Neubrandenburg verständigt. Ein entsprechender Beschluss steht noch unter Gremienvorbehalt.

Darüber hinaus wurden die Themen Familienfördernde Leistungen, Betriebliche Altersversorgung, Jahressonderzahlung und Gespräche zur weiteren Entgeltentwicklung der Arbeitsvertragsrichtlinien beraten.

Die vierte Amtszeit der ARK DW M-V ist die erste, in der neben den vier vom Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen entsandten Vertretern nun auch zwei von der Kirchengewerkschaft entsandte Vertreter auf der Seite der Dienstnehmer beteiligt sind. Die Ordnung der ARK DW M-V sieht diese Möglichkeit seit 2014 vor. Bisher hatten die Gewerkschaften hiervon keinen Gebrauch gemacht.

Im Vordergrund der gemeinsamen Beratung steht auf beiden Seiten das Bestreben, die bestehenden diakonischen Dienste und Arbeitsplätze für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zu erhalten, gemeinsam alles Notwendige zu unternehmen, um ihre Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten und nachhaltig eine angemessene Vergütung aller Mitarbeitenden zu sichern. Dabei fühlen sich Dienstgeber und Dienstnehmer dem Leitgedanken der Dienstgemeinschaft und einem fairen Interessenausgleich verpflichtet. Dies ist immer wieder ein Lernprozess auf beiden Seiten.  

Die aktuelle Beratung hat gezeigt, dass alle Mitglieder der ARK DW M-V ihre Arbeit als offenen und konstruktiven Prozess kontinuierlich miteinander gestalten wollen, um die Arbeitsbedingungen zwischen Dienstnehmern und Dienstgebern einvernehmlich zu regeln.

Die Arbeitsrechtliche Kommission des DW M-V

Die Arbeitsrechtliche Kommission DW M-V arbeitet auf der Grundlage einer Ordnung, die 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. sowie des Gesamtausschusses der Mitarbeitervertretungen des Diakonischen Werkes Mecklenburg-Vorpommern e. V. (GMAV DW M-V) Wirksamkeit erlangte. Damit wurde die seit 2003 bestehende regionale Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs e. V. (DWM) aufgrund der Fusion der beiden Diakonischen Werke im jetzigen Sprengel Mecklenburg und Pommern weiterentwickelt, um dauerhaft ein einheitliches kirchliches Dienstrecht für alle Mitarbeitenden in diakonischen Diensten und Einrichtungen in Mecklenburg- Vorpommern zu ermöglichen.

Die Arbeitsvertragsrichtlinien regeln die zwischen den Dienstgebervertretern und den Dienstnehmervertretern der ARK DW M-V vereinbarten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden. Innerhalb der letzten neun Jahre seit Gründung der Arbeitsrechtlichen Kommission konnten auf dem Dritten Weg geeinte Arbeitsvertragsbedingungen für nunmehr 92 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Arbeitsbereichen umgesetzt werden. Dies ist unter den Anbietern sozialer Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern ein herausragender Wert, an dessen weiterer Steigerung kontinuierlich gearbeitet wird.

Bildunterschrift: Die ARK DW M-V in Neubrandenburg (v.l.n.r.:) Christoph Möller, Britta Heinrich, Jens-Uwe Goeritz, Andrea Stadel, Christoph de Boor, Michael Hollmann, André Rohloff, Christoph Maaß, Henrike Regenstein, Jörg Autrum, Oliver Kunst, Kirsten Balzer

Foto: Anke Brauns I Dietrich-Bonhoefer-Klinikum
ARK in Neubrandenburg
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