Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Schulträger der Nordkirche gegründet

15.09.2015 | Plau am See. Evangelische Schulträger aus den vier Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Brandenburg haben sich während einer Fachtagung am 14. und 15. September in Plau am See in Mecklenburg-Vorpommern zur Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Schulträger in der Nordkirche zusammengeschlossen. Sie ist Nachfolgerin der bisherigen Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Schulträger in Mecklenburg-Vorpommern.

Während der Tagung der Arbeitsgemeinschaft zum Thema „Selbstverständnis evangelischer Schulbildung in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland“ beschäftigte die Vertreterinnen und Vertreter evangelischer Schulen aus der Nordkirche und anderen Landeskirchen auch die Weiterentwicklung der evangelischen Identität. Benjamin Skladny, Sprecher der neugegründeten Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Schulträger in der Nordkirche, formulierte die Erwartungen aller Beteiligten an die Zukunft: „Wir wünschen uns eine vertiefte Zusammenarbeit mit der Landeskirche und den Kirchengemeinden, denn die pädagogische Qualität unserer Schulen braucht viele Partner.“

Landesbischof Gerhard Ulrich würdigte das bisherige Engagement der Arbeitsgemeinschaft und betonte: „Die Nordkirche braucht Ihre Arbeit!“ Zuvor hatte Dr. Annerose Fromke von der Schulstiftung in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf die Chancen des evangelischen Schulwesens verwiesen. Bundesweit sei eine anhaltende Nachfrage nach evangelischen Schulen festzustellen, so Annerose Fromke. Der Rostocker Professor für Praktische Theologie, Thomas Klie, unterstrich in seinem Beitrag zum Selbstverständnis evangelischer Schulen die Bildung als Erkennungszeichen für die Nordkirche: „Glaube vermittelt sich über protestantisch verantwortete Lernplattformen. Schulen evangelischer Träger füllen Kirchen.“

Hintergrund:

Die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Schulträger gab es bisher nur in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist ein Zusammenschluss von kleinen selbstständigen evangelischen Schulträgern und größeren (Diakonisches Werk, Christliches Jugenddorfwerk und Evangelische Schulstiftung der Nordkirche). Sie dient vor allem drei Zwecken:

- Solidarischer Austausch, gerade auch zwischen (sehr) kleinen und großen Schulen;

- Stärkung der Wahrnehmbarkeit der Schulen in ev. Trägerschaft nach außen gegenüber Kirche und Landespolitik;

- Weiterentwicklung der bestmöglichen Fachlichkeit an Hand höchster pädagogischer Ansprüche in evangelischer Verantwortung.

Es handelt sich um einen freiwilligen selbstorganisierten Zusammenschluss, der keinen Werke-Status anstrebt, sondern den non-formalen Austausch pflegt und sich dabei als Teil der Nordkirche versteht.

hr/pm 16.09.2015

 

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